Die Herbstabschlussprobe der Feuerwehrabteilung Grimmelshofen wurde in drei Teilen abgehalten. Gesamtwehrkommandant und Grimmelshofens Abteilungskommandant Gerhard Pfeifer informierte per Megafon die zahlreichen Besucher über das laufende Geschehen. Neben einer Technischen Hilfeleistung wurde das Augenmerk auf den Atemschutzgeräteträger und seine Ausrüstung gelegt, als Drittes hatte die benachbarte Feuerwehrabteilung Blumberg-Fützen eine Menschenrettung geübt.

Eine dichte Rauchwolke bekamen die zahlreichen Besucher bei der Herbstabschlussprobe Grimmelshofen vor dem ehemaligen Rathaus zu sehen. Mit Disco-Nebel wurde ein Brand simuliert, um für die Atemschutzgeräteträger aus Blumberg-Fützen die Suche nach vier Menschen und den drei Flaschen, die mit Gasen gefüllt waren, realistisch zu gestalten.
Eine dichte Rauchwolke bekamen die zahlreichen Besucher bei der Herbstabschlussprobe Grimmelshofen vor dem ehemaligen Rathaus zu sehen. Mit Disco-Nebel wurde ein Brand simuliert, um für die Atemschutzgeräteträger aus Blumberg-Fützen die Suche nach vier Menschen und den drei Flaschen, die mit Gasen gefüllt waren, realistisch zu gestalten. | Bild: Yvonne Würth

Grimmelshofens Einsatzleiter war Harald Blattert, Fützens Abteilungskommandant Patrick Gleichauf. „Feuerwehrtechnisch war es einwandfrei, dafür kann ich ein Lob aussprechen“, resümierte Gerhard Pfeifer zufrieden. Gerade für die zahlreiche Jugend unter den vielen Besuchern hatte Gerhard Pfeifer die Übung übersichtlich und anschaulich erläutert, während die Kameraden handelten.

Hautnah mit dabei waren die Zuschauer bei der Herbstabschlussprobe der Abteilung Grimmelshofen. Atemschutzgeräteträger Dominik Umicker führte einer Familie die Wärmebildkamera vor. Sie macht es den Kameraden einfacher, Menschen im brennenden und verrauchten Gebäude schnell zu finden und in Sicherheit zu bringen.
Hautnah mit dabei waren die Zuschauer bei der Herbstabschlussprobe der Abteilung Grimmelshofen. Atemschutzgeräteträger Dominik Umicker führte einer Familie die Wärmebildkamera vor. Sie macht es den Kameraden einfacher, Menschen im brennenden und verrauchten Gebäude schnell zu finden und in Sicherheit zu bringen. | Bild: Yvonne Würth

Auch Grundkenntnisse, wie die Art der Alarmierung und die fünf W-Fragen (Wer hat alarmiert, was ist passiert, wo ist es passiert, wie viele Verletzte, warten auf Fragen der Leitstelle), waren Thema. Pfeifer betonte, dass Brandeinsätze immer kostenlos sind (außer bei grob fahrlässigem Verhalten) und es besser ist, einmal zuviel als einmal zu wenig zu alarmieren.

  • Das Szenario bei der Technischen Hilfeleistung: Ein Landwirt geriet beim Abladen des Hängers unter ein Auto, da der Autofahrer unachtsam und zu schnell unterwegs war. Per Hebekissen und abgesichert mit Holzklötzen konnte das Auto so weit angehoben werden, dass der Verletzte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden konnte. Fachgerecht und schonend gingen die Kameraden dabei vor: „So wenig weitere Schäden wie möglich, so wenig den Unfallort verändern wie möglich, damit die Polizei den Unfall rekonstruieren kann.“
  • Der Atemschutzgeräteträger Dominik Umicker wurde in seiner 22 Kilogramm schweren Montur vorgestellt. Bereits ohne Wärmebildkamera beläuft sich der Preis für dessen Ausrüstung auf 12 000 Euro. Nach einer Ausbildungszeit von 200 Stunden (Lehrgänge unter anderem für Truppmann 1 und 2, Brandschutzcontainer) durchläuft der Atemschutzgeräteträger jährlich einen Wiederholungslehrgang samt Belastungsprüfung sowie alle drei Jahre eine ärztliche Untersuchung: „Mit 50 Jahren hören die meisten auf, da es ziemlich anstrengend ist und wir kein Risiko eingehen wollen.“
  • Die Menschenrettung: Die Feuerwehrabteilung Blumberg-Fützen hatte eine schwere Nuss zu knacken. Denn die Kameraden mussten ohne Wärmebildkamera im alten Rathaus, in dem die Abteilung zum Teil untergebracht ist, nicht nur vier Menschen im dichten Rauch suchen, sondern außerdem auch noch drei Flaschen sicherstellen, die mit Gas, Acetylen und Sauerstoff gefüllt waren.

Die Proben

  • Gleichzeitig fanden drei Herbstabschlussproben der Stühlinger Feuerwehren statt: Ausrückebereich West (Bettmaringen und Wangen) in Wangen zum Härdle 2; Ausrückebereich Mitte (Weizen und Schwaningen) in Schwaningen, Talstraße 7, sowie Grimmelshofen mit Fützen in Grimmelshofen, Martinstraße 11/13.
  • Weitere Termine sind am 26. Oktober um 15 Uhr in Lausheim, Abt-Meisterstraße 42 sowie am 2. November um 15 Uhr in Mauchen mit dem Ausrückebereich Süd (Stühlingen, Eberfingen, Mauchen) beim Aussiedlerhof Langenstein der Familie Kramer.