Nach einer schwierigen Phase befindet sich die Feuerwehr Stühlingen wieder in ruhigem Fahrwasser. Neun Leistungsträger hatten wegen interner Querelen die Abteilung verlassen. Inzwischen freuen sich die verbliebenen 23 Aktiven über die beiden neuen Kameraden Benjamin Schrader und Michael Perera.

Nicole Adam und Philipp Klein absolvierten den Truppmannlehrgang 2. Ein Brandcontainer- Seminar besuchte Bernd Vollminghoff und Jörg Beier beteiligte sich an einem Gruppenführerlehrgang. Als Ulrich Güntert unter Schuldzuweisungen an Gesamtwehrkommandant Rainer Geng und die ehemalige Bürgermeisterin Isolde Schäfer die Vergangenheit aufdröseln wollte, forderten Vize-Gesamtwehrkommandant Gerhard Pfeifer und Abteilungskommandant Jörg Beier dazu auf, nach vorne zu schauen. Gerhard Pfeifer stellte fest, dass die 25 Aktiven zumindest mittelfristig zehn bis 15 weitere Aktive rekrutieren müssten, zumal der Altersdurchschnitt der Mannschaft hoch sei.

Stellvertretend für den an Grippe erkrankten Bürgermeister Joachim Burger übermittelte dessen Stellvertreter Rüdiger Meyer den Dank der Stadt. Auch er riet dazu, alte Geschichten ruhen zu lassen. Um neue Aktive zu gewinnen, sei Mund-zu-Mund-Werbung seiner Erfahrung nach am effektivsten. Er informierte, dass eine Erhöhung der Landeszuschüsse geplant sei. Auch deshalb hoffe man, dass das Mauchener Feuerwehrfahrzeug angeschafft und der Bau des Wangener Feuerwehrhauses begonnen werden könnte.

Laut Gerhard Pfeifer besteht erheblicher weiterer Bedarf bei der Ausrüstung. So sei die Feuerwehr Stühlingen, zu deren Einzugsbereich auch die viel befahrene B 314 gehöre, nicht für Unfälle mit Bussen und Lastwagen ausgerüstet. Zur Bearbeitung des Feuerwehrbedarfsplans wurde ein Ausschuss gebildet. Bemängelt wurden die veralteten Inhalte der Internetseite. Laut Jörg Beier rückt ein ausgeschiedener Aktiver die Zugangsdaten nicht heraus.

Laut Jugendleiter Kai Böthling sind zwölf Jugendliche in Ausbildung, darunter die drei Neuzugänge Jannis Müller, Julius Eichkorn und Jan Lasarzick. Corinna Böthling und Maximilian Jehle wurden in die Abteilung übernommen. Die Jugendflamme 1 erkämpften sich Julius Eichkorn, Jan Lasarzick, Jannis Müller, Maurice Raufer und Luca Weicher. 15 Proben wurden durchgeführt. Im Einsatz war die Feuerwehrjugend beim Eberfinger Dorfputz, bei Schrottsammlungen, beim Stühlinger Städtlefest und bei der Schlussprobe des Ausrückebereichs Süd.

Statistik: Zu 13 unnötigen Einsätzen aufgrund von Fehlalarmen musste die Abteilung ausrücken. Fehlalarme wurden in der Firma Wutal, Zwirnerei an der Wutach, Firma Sto, Pflegeheim in den Brunnenwiesen und im Krankenhaus ausgelöst. 20 Mal wurde die Abteilung zu Brandeinsätzen und sieben Mal zu technischen Hilfseinsätzen gerufen.