Aufgewachsen ist Matthias Utz (43) in Degernau, im unteren Wutachtal. Nach Abschluss der Schule besuchte er die Elektro-Fachschule in Waldshut, bildete sich weiter und arbeitete später als Automatisierungstechniker an der Schnittstelle zwischen Technik und Ingenieuren. Heute ist er bei einem Automatisierungsspezialisten in Bonndorf im Produktmanagement tätig. In seiner Freizeit schätzt er Mountainbike-Touren mit der Gruppe in Eberfingen, spielt Tennis oder schwingt ab und zu auf den Golfschläger.

Sein beruflicher Werdegang hat ihn geprägt. Er ließ sich von Rolf Kehl überzeugen, dass er sich für den Ortschaftsrat aufstellen lassen soll, seine Ehefrau bestärkte ihn darin. Seit dem Jahr 2014 sitzt er in diesem sechsköpfigen Gremium. Seit einigen Monaten ist er Wangens Ortsvorsteher. „Harald Hofmeier hat große Fußstapfen hinterlassen“, weiß Matthias Utz. Gerade deshalb möchte er seinen Vorgänger nicht kopieren, sondern seinen eigenen Weg gehen. Nun ist er an der Schnittstelle von Bürgern und Verwaltung tätig. „Ich muss mich noch an viele Abläufe gewöhnen und man muss die Spielregeln als Beobachter im Gemeinderat kennen. Aber man kann auch etwas im Ort bewegen“, sagt Utz über seine ersten Erfahrungen im Amt.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Kontakt mit den Menschen ist ihm wichtig. Als er von Degernau der Liebe wegen nach Wangen zog, schloss er sich dem Narrenverein an und ist seit fast zehn Jahren Kassierer. „Ein Verein ist das Ideale, um sich zu integrieren“, davon ist er fest überzeugt. Der neue Ortsvorsteher ist begeistert von der funktionierenden Dorfgemeinschaft, dem Engagement von Narrenverein, Musikverein, Landfrauen und Feuerwehr. „Hier kennt und schätzt man sich“, erzählt Matthias Utz. Gemeinsam mit seinen Ortschaftsräten und den Bürgern möchte er die Dinge im knapp 300 Seelen zählenden Ortsteil Wangen nach vorn bringen. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Stadtverwaltung, auch da funktioniere die Zusammenarbeit.

Vertrauen in die Menschen

Auf das Gemeinschaftsgefühl und die Verlässlichkeit der Menschen in Wangen setzt er beim „Bürgerhaus“, das derzeit gebaut wird: „Da sind noch viele freiwillige Arbeitsstunden zu leisten.“ Im September 2020, wenn das Gebäude fertiggestellt ist, möchte er mit Ortschaftsrat, Vereinen und Bürgern die Einweihung feiern. Vorher möchte er gemeinsam mit den Vereinen bei einem Fest Geld für das Inventar im Gemeinschaftshaus beschaffen.

Derzeit wird das Glasfaserkabel im Ortsteil eingeblasen und ein Landwirt aus Oberwangen plane ein Fernwärmenetz, berichtet Utz. Daneben gehe es aber eher um kleine Schritte. Zum Beispiel einen Zaun bei der Litzbühlhütte oder den Austausch der Anschlagtafeln im Ort. Wie sein Amtskollege in Schwaningen, Uwe Kredig, wünscht er sich ein Budget, das dem Ortschaftsrat die schnelle Umsetzung solcher Maßnahmen ermöglichen würde.