Ein Neubaugebiet in Münchingen – das gab es schon lange nicht mehr. Insofern bezeichnete Bürgermeister Christian Mauch den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Liebhaldenweg II“, Gemarkung Münchingen, in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend auch als einen historischen Moment. Elf neue Baugrundstücke sollen nun in attraktiver Lage erschlossen werden, zehn davon sind in kommunaler Hand. Für drei der zehn gemeindeeigenen Plätze liegen schon konkrete Reservierungen vor. Das neue Bauland sei für die Entwicklung von Münchingen bedeutsam, zeigte sich der Rathauschef überzeugt.

Kein besonderer Schutzstatus

Die Aufstellung des Bebauungsplans „Liebhaldenweg II“ hatte sich etwas in die Länge gezogen, da nach der Offenlage zahlreiche Stellungnahmen und Änderungsvorschläge eingegangen waren. „Wir haben den Plan dann nochmals überarbeitet“, gab Bürgermeister Christian Mauch bekannt. Die Anmerkungen nach der erneuten Offenlage blieben dann laut Mauch in überschaubarem Rahmen. Befürchtungen, dass wertvoller Naturraum betroffen wäre, konnten durch ein Artenschutzgutachten ausgeräumt werden. Bei der betroffenen Grünlandfläche handle es sich um eine artenarme Fettwiese, die keinem Schutzstatus unterliegt, so das Ergebnis des Gutachtens.

Mehr Platz auf dem Dorf

Als Beitrag zum Artenschutz wurden aber Pflanzfestsetzungen für die Grundstücke ins Planwerk mitaufgenommen. Anmerkungen, dass die Grundstücke mit einer Durchschnittsgröße von rund 800 Quadratmetern zu groß sind, wurden mit der Argumentation entkräftet, dass Bauherren, die sich auf dem Dorf ein Eigenheim errichten, auch gerne etwas Grünfläche ums Haus herum haben wollen und einen entsprechenden Abstand zum Nachbarn bevorzugen. Der Planentwurf wurde jetzt einstimmig gebilligt und der Satzungsbeschluss gefasst. Damit ist nun der Weg frei für das Neubaugebiet in Münchingen.