Mit einem Konzert, das die Besucher so begeisterte, dass es stehend und lange applaudierte, wurde ein weiteres Jahr der Reihe „Musik im Kloster“ im Kapuzinerkloster Stühlingen eröffnet. Bruder Jürgen Meyer erläuterte das Programm und schöpfte aus seinem profunden Wissen. Er bat um Unterstützung der Konzertreihe, die nur mithilfe von Spenden ermöglicht werde und den Zweck hat, die Klosterkirche zu renovieren.

Bereits seit zwölf Jahren organisiert Initiator Bruder Jürgen Meyer die Reihe „Musik im Kloster“, um mit den nach den Konzerten gespendeten Geldern die Klosterkirche renovieren zu können.
Bereits seit zwölf Jahren organisiert Initiator Bruder Jürgen Meyer die Reihe „Musik im Kloster“, um mit den nach den Konzerten gespendeten Geldern die Klosterkirche renovieren zu können. | Bild: Yvonne Würth

Raimund Hug, Prälat und Domkapellmeister a. D. aus Freiburg mit Stühlinger Wurzeln, ist im Ruhestand vielfältig als kirchenmusikalischer Experte gefragt und seelsorgerlich tätig. Für das Chorkonzert „Cantate Domino“ hatte Hug Gesangssolisten des Ensembles Cantus et Musicus sowie das Streichquartett Hochrhein mitgebracht.

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Die neun Musiker führten die Orgelmesse von Joseph Haydn „Missa Sancti Joannis de Deo“ als Höhepunkt des Konzerts gemeinsam auf. Dabei hielten sie das Klangbild trotz der Unterschiede durch Gesang, Streicher und Orgel erstaunlich homogen und harmonisch. „Ausgegraben“ hatte Hug das „Beatus vir“ von Georg Donberger (1709 bis 1768): „Ich bräuchte noch ein zweites Leben, um diese Werke zu drucken.“

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In der Vertonung des Psalms 112 gab Bassist Leonhard Geiger aus Stuttgart eine wohlklingende Einleitung, bis er von Mezzosopranistin Barbara Ostertag und Tenor Christian Wunsch mit dem Mittelteil espressivo abgelöst wurde. Der Psalm 137 wurde vom Benediktiner-Pater Georg Pasterwitz (1730 bis 1803) vertont und als Motette für vier gemischte Stimmen sowie Streicher und Orgel gesetzt. Auch weltliche Titel wie die beiden Divertimenti von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart fanden ihren Platz im Konzertprogramm. Im Original für Bassetthörner (Klarinetten) gesetzt, wurde es hier in der Wiener Besetzung mit zwei Violinen und Violoncello gespielt, wobei die erste Violine mehr hätte dominieren können.

  • Die Akteure: Domkapellmeister a. D. und Prälat Raimund Hug leitete das Chorkonzert mit Sopranistin Svea Schildknecht, Mezzosopranistin Barbara Ostertag, Tenor Christian Wunsch, Bassist Leonhard Geiger, Organistin Eiko Maria Yoshimura (alle von Cantus et Musicus), Violinist und Bratschist Wolfgang Joho, Violinistin Ekaterina Tsyrempilova, Cellistin Mika Tamura und Violinistin Xena Luen (alle Streichquartett Hochrhein).