Mit dem Resultat eines ganz besonderen Mai-Streichs überraschten Ewattinger Jungen Wutachs Bürgermeister Christian Mauch. Sie spendeten einen kleinen Geldbetrag, der im Zuge eines Maischerzes zusammengekommen war.

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Alle Jahre wieder: Am Morgen des 1. Mai galt der bange Blick wieder einmal der Lage rund ums Haus. Da sorgten sich auch in Ewattingen Väter um den Zustand der Autos, ob die Gefährte noch so aussehen, wie sie eben aussehen sollten, oder ob diese sich in Toilettenpapier eingewickelt präsentierten. Auch die Fahrräder werden durchgezählt. Und die Mütter prüften mit bangen Blicken den Garten, darauf hoffend, es möge doch kein Pflänzlein des Nachts unerlaubterweise abhandengekommen sein. Denn eben in dieser Nacht davor gibt es das berühmt-berüchtigte „Maienstecken“, bei dem Kinder und Jugendliche durch den Ort ziehen, um mit ihren Streichen spätestens am nächsten Morgen für Aufregung und/oder Unterhaltung zu sorgen.

23 Euro kommen zusammen

Eine ganz besondere Idee hatten nun einige Jungen in Ewattingen. Sie hielten am späten Abend des 30. April mit einer Schranke aus Folienpapier vorbeifahrende Autos an und verlangten eine Maut. Doch nicht, um das eigene Taschengeld aufzubessern, nein, sie hatten einen höheren Zweck im Sinn – die Sanierung der Wutachhalle. Ganz offensichtlich hatten die Burschen im Alter von neun bis 13 Jahren die Diskussionen um die anstehende Sanierung des Gebäudes mitbekommen, und so wussten sie auch, dass manch‘ ein Wunsch an finanziellen Nöten scheitern könnte. Da wollten sie nicht tatenlos zusehen und sammelten auf diesem unkonventionellen Wege Geld für die Hallensanierung. Immerhin 23 Euro kamen bei ihrer Aktion zusammen.

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Und diesen finanziellen Betrag überreichten sie Wutachs Bürgermeister Christian Mauch. „Das soll eine Spende für neue Tore sein“, hieß es aus der Runde in Richtung Schultes. „Ein Anfang ist damit nun ja gemacht“, nahm Christian Mauch das Kuvert mit den Münzen lächelnd entgegen. Um noch eine Frage nachzuschieben: „Wisst Ihr vielleicht, wo die Fußabstreifgitter der Schule hingekommen sind, die fehlen seit dem 1. Mai?“ Doch darauf hatten die fleißigen Spendensammler keine Antwort. Sie wüssten von nichts, damit haben sie nichts zu tun.

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