Effektivere Arbeitsabläufe, sinkende Kosten – mit diesen Themen beschäftigen sich die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbands St. Blasien (GVV) schon länger. Jetzt wird ein konkretes Ziel angesteuert: Im Feuerwehrwesen wollen die Gemeinden stärker kooperieren.

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Die Zusammenarbeit im Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien – dazu gehören neben der Domstadt, die Gemeinden Höchenschwand, Häusern, Dachsberg und Ibach, Bernau und Todtmoos – war vor vielen Jahren in der Finanzverwaltung schon einmal enger. Jetzt wollen es die Rathauschefs erneut angehen, sagt Verbandsvorsitzender und St. Blasier Bürgermeister Adrian Probst. Aus der großen Menge der Kooperationsmöglichkeiten haben sie sich die Feuerwehr herausgegriffen.

Der Verband habe bereits einmal zusammen mit den Kommandanten der Gemeindefeuerwehren getagt. In der Folge sei eine Tabelle entstanden, in der aufgelistet wird, in welchem Bereich die Kommunen welchen konkreten Bedarf haben. Vorstellbar sei die Zusammenarbeit beispielsweise bei der Führungsgruppe, bei der Wartung von Maschinen oder bei der Reinigung des Materials, sagt Probst.

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Einen großen Aufwand betreiben die Feuerwehren beispielsweise mit ihrem Schlauchmaterial. Nach jedem Einsatz müssen die Schläuche gewaschen, geprüft und unter Umständen repariert werden. Denkbar seien also eine gemeinsame Schlauchwaschanlage und ein Schlauchpool. Bis zum Jahresende soll eine Arbeitsgruppe den Bereich für die verstärkte Kooperation auswählen.

Werkstatt in St. Blasien

Die zentrale Schlauchwerkstatt für die Feuerwehren in den GVV-Gemeinden könnte zum Beispiel im geplanten Feuerwehrhaus in St. Blasien eingerichtet werden, sagt Probst. Fläche, um zu üben, werde es dort dagegen nicht geben. Die könnte, zusammen mit weiteren für Übungen wichtigen Einrichtungen, an geeigneter Stelle in einer der anderen Gemeinden entstehen.

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Könnte die gemeinsame Schlauchreinigung nicht schon jetzt starten? Nein, sagt Probst, die Anlage im Feuerwehrgerätehaus in St. Blasien könne das nicht leisten, eine moderne Anlage sei zudem viel kleiner. Das Zusammenlegen von Arbeiten werde zunächst eine Investition nötig machen, sagt der GVV-Vorsitzende, aber „langfristig muss sich das rechnen“.

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