In musikalischer und organisatorischer Hinsicht hat die Corona-Krise den Musikverein Menzenschwand, wie alle Musikvereine, zu einer Vollbremsung gezwungen. Proben und Ausbildung liegen auf Eis, bisher geplante Konzerte und Auftritte mussten abgesagt werden. Aber trotz allem wird mit Blick auf die kommenden Monate wieder geplant, in musikalischer Hinsicht will Dirigent Joachim Kaiser den Neueinstieg mit den Mitgliedern behutsam angehen.

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Auch wenn die coronabedingten Einschränkungen den Aktivitäten des Musikvereins in den vergangenen Monaten weitgehend einen Riegel vorgeschoben haben, blieben die Musiker mit vereinsinternen Herausforderungen wenigstens ein Stück weit am Ball. Nun aber laufen die Planungen für die kommenden Monate, auch wenn dies, wie es der Vorsitzende Elmar Wild sagt, schwierig ist. Sobald es wieder möglich ist, wollen die Musiker zumindest in kleinen Gruppen wieder gemeinsam proben.

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In der Planung sind Flanierkonzerte auf dem Kurhausvorplatz unter freiem Himmel, die sich im vergangenen Sommer großer Beliebtheit bei den Menschen erfreuten. Und wenn die Vereine der Arbeitsgemeinschaft Herbstmarkt wieder auf dem Mösleparkplatz bewirten sollten, will der Musikverein die Gäste musikalisch unterhalten, so Wild. Alternativ sind auch Auftritte auf dem Schwarzberg denkbar, ergänzte Dirigent Kaiser. Man wolle damit ein Zeichen setzen und den Menschen eine Freude bereiten.

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Das Sommerfest, zu dem der Musikverein traditionell kurz vor den Sommerferien einlädt, soll auch in diesem Jahr wieder stattfinden, erklärt der Vorsitzende. Derzeit erarbeite man verschiedene Varianten, man sei flexibel und gut aufgestellt, zeigt er sich optimistisch. Das Jahreskonzert, das immer zwischen der Jahren auf dem Terminplan steht, soll in diesem Jahr ebenfalls wieder stattfinden. Und auch an einer neuen Internetseite arbeite der Verein mit Hochdruck. Sie soll möglichst im Mai oder Juni online gestellt werden.

Ausbildung bereitet Sorgen

Sorgen bereitet den Vereinsverantwortlichen die Ausbildung. Es stehe zu befürchten, dass Kinder und Jugendliche, die sich für einen Einsteig in den Musikverein interessierten, abspringen könnten, wenn es noch lange so weiterginge, so Wild. Seit Ende Oktober haben keine Proben mehr stattgefunden, er appelliere daher an die Musiker, zu Hause zu üben, bis wieder gemeinsame Proben möglich sind, sagt der Dirigent. Zudem biete der Verband verschiedene Formate an, mit denen sich die Musiker weiterbilden könnten, erläuterte er. Und wenn es dann wieder an das gemeinsame Proben gehe, gelte es, behutsam wieder einzusteigen. Viel Grundlagenarbeit sei zu leisten, Tonkultur, Muskulatur und Geläufigkeit müssten wieder aufgebaut werden, sagt Kaiser und vergleicht die Situation der Musiker mit Menschen, die lange Zeit keinen Sport betrieben haben.

Locker anfangen

Die Anforderungen dürfe man als Dirigent nicht zu hoch schrauben. Anfangs werde er Stücke auswählen, bei denen die Spielfreude im Vordergrund stehe, kündigt er an. Und über den Spaß könne man auch wieder an die Leistung anknüpfen. Und noch eines ist für Kaiser wichtig: Die Musiker will er nicht unter Zeitdruck setzen, viel bedeutsamer sei, dass alle mit Spaß dabei seien. Und was das Jahreskonzert betrifft, zeigt sich der Dirigent optimistisch: „Das bekommen wir hin.“