Die katholischen Christen der Seelsorgeeinheiten St. Blasien und Todtmoos-Bernau haben vor Kurzem ihre Pfarrgemeinderäte für die nächsten fünf Jahre gewählt. Geschuldet der Situation in Sachen Corona-Pandemie gab es diesmal keine Präsenzwahl, die Wähler konnten ihre Stimme online oder per Briefwahl abgeben. Die Wahlbeteiligung ging in beiden Seelsorgeeinheiten deutlich zurück. Lag die Wahlbeteiligung in der Seelsorgeeinheit St. Blasien 2015 noch bei 26,3 Prozent, betrug sie diesmal nur 15,52 Prozent. 725 abgegebene Stimmen wurden gezählt, davon 590 online (13,7 Prozent) und 135 (3,1 Prozent) per Brief. 18 Pfarrgemeinderatsmitglieder waren zu wählen, letztendlich werden aber nur 17 in das Gremium einziehen, da nur ein Vertreter aus dem Albtal entsendet wird.

Menzenschwand wohl vertreten

Aus Menzenschwand hatte sich niemand zu einer Kandidatur bereit erklärt, aber mit Nicole Denz und Lara Kaiser wurden zwei Menzenschwanderinnen auf den Stimmzetteln hinzugefügt und erhielten jeweils mehr als zehn Stimmen. Sie werden, nachdem sie die Wahl angenommen haben, künftig dem Pfarrgemeinderat angehören. 90 weitere Personen wurden auf den Stimmzetteln genannt, erhielten jedoch weniger als zehn Stimmen und konnten daher nicht berücksichtigt werden.

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Das neue Gremium sei gut ausbalanciert, sagte der Vorsitzende des Wahlausschusses Klaus Böhler. Es seien alle Stimmbezirke, acht Frauen und neun Männer vertreten. Sechs Mitglieder wurden wiedergewählt, elf sind neu im Gremium. Den Altersdurchschnitt bezifferte Böhler mit 48,7 Jahren, das jüngste Gremiumsmitglied ist 18 Jahre, der älteste Pfarrgemeinderat 80 Jahre alt.

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1956 Wähler in der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, 409 Wähler taten dies letztendlich, eine Stimme war ungültig. 322 Stimmberechtigte nutzen die Möglichkeit, online abzustimmen, 87 bevorzugte Briefwahl.

Zwei Stimmbezirke

Gewählt wurde in zwei Stimmbezirken, wobei die Todtmooser Christen nur für die Kandidaten aus Todtmoos, die Bernauer Wähler nur für die Kandidaten aus Bernau votieren konnten. Die Wahlbeteiligung lag bei 20,9 Prozent und damit höher als in anderen Seelsorgeeinheiten in der Region. Gewählt wurden jeweils sechs Pfarrgemeinderäte aus jedem Stimmbezirk. Der Leiter der Seelsorgeeinheit Pater David zeigte sich mit dem Wahlbeteiligung – es war ein Rückgang von rund 15 Prozent zu verzeichnen – angesichts der Umstände zufrieden. Eine Rolle gespielt hätte bei der geringeren Wahlbeteiligung sicher auch die Tatsache, dass in den vergangenen Wochen keine Gottesdienste hätten stattfinden können, sagte er.

Die Gewählten der SE St. Blasien

  • St. Blasien: Christian Faller (440 Stimmen), Jörg Rudolf (376), Julius Effenberger (303, neu im Gremium)
  • Menzenschwand: Lara Kaiser (75 Stimmen, neu), Nicole Denz (73 Stimmen, neu).
  • Albtal: Marco Bach (353, neu)
  • Höchenschwand: Dagmar Pichler (428 Stimmen, neu), Heinz Kohlbrenner (421), Siegfried Vogelbacher (457, neu)
  • Hierbach: Melissa Albiez (303, neu), Maria-Theresia Behringer (309)
  • Urberg: Petra Weigand (410, neu), Michael Pollmeier (344, neu)
  • Ibach: Gerhard Mutter (446, neu), Hemma Mehring (385, neu)
  • Häusern: Ingrid Ganzmann (457 Stimmen), Johannes Sebulke (372)

SE Todtmoos-Bernau

  • Todtmoos: Heidi Trötschler (263 Stimmen), Marion Halm (263, neu), Elke Steinebrunner (259), Elisabeth Müller (247), Anette Luxenburger (216, neu), Martina Schlatterer (212, neu). Ersatzkandidatin ist Anna-Elisabeth Kellner (156).
  • Bernau: Michael Simon (257 Stimmen), Christian Klingele (250, neu), Elvira Köpfer (247), Vincent Spitz (211, neu), Anja-Katrin Köpfer (208, neu), Manuela Klingele (206, neu). Ersatzkandidaten: Edwin Baur (205), Manuela Winkler(193), Daniel Schnitzer (190), Stefanie Gössner (121 Stimmen).

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