Das internationale Bildhauersymposium ist eine wichtige und bekannte Veranstaltung in der Domstadt. Das bewährte Konzept kann aber zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Corona-Krise nicht umgesetzt werden. Nach der Stadtgalerie im vergangenen Jahr werden in diesem Sommer aber wieder Künstler ans Werk gehen und vor Ort ein Kunstwerk erschaffen. „Zwischenzeit“ lautet das Motto in diesem Jahr, das auch auf das geplante Jubiläumssymposium im kommenden Jahr hinweisen soll.

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Die Unsicherheit ist groß, eine Veranstaltung zu planen sei schwierig, sagen die Mitglieder des Organisationsteams, dem Vertreter des Werbe- und Aktivkreises sowie der Stadtverwaltung angehören. „Es war keine Option, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt Susanne Gilg, im Rathaus für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In irgendeiner Weise sollte die über die Region hinaus bekannte Veranstaltung möglichst stattfinden.

Das Symposium unter dem Titel Zwischenzeit wird vom Sonntag, 29. August, bis Sonntag, 5. September, stattfinden. Teilnehmen werden acht Künstler aus Region: Die Freiluftwerkstätten von Christel Andrea Steier (Künstlerische Leiterin des Symposiums, Bernau), Johannes Köpfer (Bernau), Ulrike Wasmer-Ludwig (Bernau), Mechthild Ehmann (Dachsberg), Veronika Hagnroth (Dachsberg-Urberg), Josef Briechle (Waldshut-Tiengen), Simon Stiegeler (Grafenhausen) und Eberhard Rieber (Jestetten) werden zwischen dem Geschäft Berg und Sport an der Bernau-Menzenschwander-Straße und der Sektkellerei Heinz Wagner an der Albtalstraße und auch in der Todtmooser Straße aufgebaut. Außerdem werden auch Schüler der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule in Freiburg in St. Blasien tätig werden. An der Schule werden auch Holzbildhauer und -bildhauerinnen ausgebildet.

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Wie genau die Symposiumswoche am Sonntag, 29. August, eröffnet wird, steht noch nicht endgültig fest. Sollte ein Empfang möglich sein, werde es einen geben, sagte Manuel Kienzler, der im Rathaus für das Stadtmarketing zuständig und Teil des Organisationsteams ist.

Prominente Gäste

Die Veranstaltung erfährt in diesem Jahr besondere Unterstützung: Der Unterhalter Hansy Vogt, der auch die Versteigerung leiten wird, hat den Sternekoch Alexander Herrmann, die neue Justizministerin Marion Gentges und den Spitzensportler Benedikt Doll als Paten für das Holzbildhauersymposium gewonnen. Benedikt Doll und Alexander Herrmann erschaffen jeweils eine eigene Holzskulptur, Marion Gentges und ihr Mann, der eine Galerie betreibt, spenden ein Kunstwerk – alle drei Skulpturen werden am Sonntag auch versteigert. In je einem kurzen Film, die schrittweise auf der Homepage der Stadt und in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, stellt Vogt die Paten vor.

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Die Künstler werden von Montag an ihren Skulpturen arbeiten, am Samstag transportieren Mitarbeiter des Bauhofes sie dann auf den Domplatz. Dort wird es ein abgesperrtes Veranstaltungsgelände geben, erklärt Kienzler. Nur so werde man die Zahl der Besucher und auch die Nachverfolgbarkeit sicherstellen können, erläutert er. Außerdem müsse jeder Besucher, der das Gelände betreten will, einmalig einen kleinen Betrag zahlen. Mit den Einnahmen wird der Einsatz eines engagierten Sicherheitsdienstes finanziert.

Auf dem Domplatz wird es von Freitag, 3. September, an ein kulinarisches Angebot geben. Gegen 16 Uhr werde das Wirtedorf eröffnet. Eine „unmögliche Talkshow mit Fürstabt Martin Gerbert“ beginnt dann um 19.30 Uhr. Christoph Ebner, Journalist und Leiter des SWR-Studios Freiburg, wird als Martin Gerbert von dem Autor, Heimatforscher und Journalist Hubert Matt-Willmatt interviewt.

Ein musikalisches Programm gibt es auch am Samstag, 4. September: Die Organisatoren konnten die Coverband Unit 5 aus Freiburg gewinnen – am Montag haben sie zugesagt. Mit der Versteigerung der Kunstwerke und einem verkaufsoffenen Sonntag geht das Symposium am Sonntag, 5. September zu Ende. „Wir fahren auf Sicht“, sagt Christel Steier, möglich seien auch noch zusätzliche Angebote. Das Programm wird deshalb erst am 23. August endgültig festgelegt, sagt Bernd Ruderisch vom Organisationsteam.