In der Umgebung von St. Blasien gibt es einige schöne Rundtouren, die sich bequem an einem Vor- oder Nachmittag auch von weniger trainierten Wanderern bewältigen lassen. Ein besonders schönes Beispiel ist der Windbergpfad, auch als Höhenklimaweg ausgewiesen.

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Vom Zentrum St. Blasiens geht es über die Friedrichstraße zum Einstieg in die Windbergschlucht. Eben noch zwischen städtischen Häusern unterwegs, plätschert jetzt ein Bächlein in einer wildromantischen Schlucht.

Und so stadtnah diese Idylle auch ist, der Hinweis auf die notwendige Trittsicherheit der Wanderer ist nötig, wie wir nach dem ersten kapitalen Stolperer feststellen. Um die Reflexionen der Sonne im Wasser oder die Felsformationen in der tief eingeschnittenen Schlucht zu bestaunen, sollte man lieber stehenbleiben. Das ist sowieso nötig, wenn Wanderer auf dem schmalen Weg abwärts entgegenkommen. Seit 1992 ist der Wald in der Schlucht von der Forstverwaltung als Bannwald ausgewiesen und größtenteils sich selbst überlassen, was die Tour durch die Schlucht noch um einiges verwunschener und wilder macht.

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Bis zum Windbergfall am oberen Ende der Schlucht geht es moosig und felsig weiter. Am Ausstieg der Schlucht angekommen, kurze Verwirrung: Wir bringen die zahlreichen Schilder nicht mit der schriftlichen Wegbeschreibung in Einklang. Dann aber folgen wir dem blauen Schild „Windbergpfad“. In einer großen Runde laufen wir um ein weites, idyllisches Tal. Der Weg steigt stetig, aber nicht steil an.

Ein anhänglicher Falter verlängert die Rast auf der Ruhebank.
Ein anhänglicher Falter verlängert die Rast auf der Ruhebank. | Bild: Claudia Renk

Unterwegs kommen wir an den Weiden des Windberghofs vorbei, wo uns pflichtbewusst ein Herdenschutzhund verbellt. In ausreichendem Abstand von dem eifrigen Wächter legen wir auf einer Bank eine Pause ein und erfahren nebenbei auf der dort aufgestellten Tafel, dass diese Strecke auch zum Glasträgerweg gehört. Nach interessanter Lektüre zu den früheren Bewohnern des Windberghofes, die als Glasmacher in die Schweiz ausgewandert sind, freuen wir uns über die zahlreichen Insekten, die uns auf der Bank umschwirren. So viele Schmetterlinge auf einmal haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Ein besonders anhängliches Exemplar findet sogar Gefallen an der Uhr eines der Wanderer.

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Weiter geht es wieder bergab am Windberghof vorbei, bis wir erneut den Einstieg in die Schlucht erreichen. Die Beschreibung des Rundwegs schlägt vor, auch durch diese zurückzuwandern, wir bleiben aber zur Abwechslung auf dem Weg geradeaus und finden am gesperrten Kletterfelsen vorbei über den Bötzbergweg wieder den Weg in die Stadt.

Der Windbergpfad: Start am Haus des Gastes, Länge und Höhenmeter: rund 7,5 Kilometer, etwa 266 Höhenmeter; Rastmöglichkeiten: Ruhebänke; Beschaffenheit: mittelschwer.