Eine Veranstaltung muss in diesem Jahr reichen: Die Feuerwehr St. Blasien und ihre Abteilungen Menzenschwand, Albtal und St. Blasien haben am Montagabend getagt. Um die schon länger gültigen Corona-Regeln einhalten zu können, kamen die Feuerwehrangehörigen in der Pater-Alfred-Delp-Halle des Kollegs zusammen.

Jetzt tagte die Feuerwehr in der Pater-Alfred-Delp-Halle des Kollegs, auf einer Fläche am Rande des Sportplatzes der Internatsschule will die Stadt nach derzeitigen Plänen das neue Feuerwehrgerätehaus bauen.
Jetzt tagte die Feuerwehr in der Pater-Alfred-Delp-Halle des Kollegs, auf einer Fläche am Rande des Sportplatzes der Internatsschule will die Stadt nach derzeitigen Plänen das neue Feuerwehrgerätehaus bauen. | Bild: Sebastian Barthmes

Das wichtigste Ergebnis des Abends: Die Feuerwehr St. Blasien hat eine neue Führungsspitze. Tobias Schneider ist zum Nachfolger von Frank Bercher gewählt worden, der fünf Jahre lang Kommandant war. Erstmals wurden zwei stellvertretende Kommandanten gewählt – erst vor wenigen Wochen hatte der Gemeinderat dafür den weg frei gemacht.

Es sei ihm eine Freude, „Sie langsam in ein Kollegsgebäude hineingehen zu sehen“, sagte Kollegsdirektor Pater Hans-Martin Rieder, der selbst einmal Feuerwehrmann war. Die Kompetenz der Feuerwehr lasse ihn ruhig schlafen, sagte er. Räumlich werden Kolleg und Feuerwehr näher zusammen rücken, sagte Rieder. Kolleg und Stadt St. Blasien würden derzeit noch über die Fläche am Rande des Kollegssportplatzes sprechen, auf der das neue Feuerwehrhaus entstehen soll.

In den vergangenen Jahren habe die Feuerwehr St. Blasien um die 70 Einsätze zu meistern gehabt, seit der vergangenen Hauptversammlung im Jahr 2019 seien es bislang nur 43 gewesen, sagte Schriftführer Johannes Link, der nach 15 Jahren sein Amt in neue Hände gelegt hat.

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Woran der starke Rückgang bei den Einsätzen komme, könne er sich auch nicht erklären, sagte Kommandant Tobias Schneider im Gespräch. Aber tatsächlich habe es während des Lockdowns deutlich weniger Einsätze gegeben. Unter anderem habe der Rettungsdienst die Feuerwehr nur in ganz zwingenden Fällen um Unterstützung gebeten – das alleine erkläre den Rückgang aber nicht. Nach Ende des Lockdowns sei die Zahl der Alarmierungen auch wieder gestiegen.

Meist waren es Brandmeldeanlagen, die Alarm geschlagen haben, hieß es in der Sitzung. Oft waren es sogenannte Täuschungsalarme, bei denen es also keinen Brand gab. Im Sommer hatten zum Beispiel Fruchtfliegen, die sich in Rauchmeldern gesammelt hatten, für einen Alarm gesorgt.

Es sei eine besondere und auch schwierige Zeit, sagt Schneider: Die Einsatzkräfte könnten nur in festen Kleingruppen üben und die Geselligkeit komme zu kurz. „Das schlägt schon auf die Motivation“, weiß der neue Feuerwehrchef. Dennoch sei die Mannschaft konzentriert bei der Sache.

Fünf Punkte nannte Schneider in der Versammlung, die in den kommenden Jahren Leitlinien für die Arbeit sein sollen: Die Kooperation über Ortsgrenzen hinweg werde immer wichtiger und soll ausgebaut werden, Offenheit und Transparenz seien für die ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig, außerdem sei Toleranz neuen Mitgliedern und Neuzugezogenen gegenüber wichtig. Die Feuerwehr müsse mutig Entscheidungen treffen und die Mitglieder müssten Mut haben, die auch zu hinterfragen. Wichtig sei es, das Engagement und die Leidenschaft für die Feuerwehrarbeit zu erhalten.

Wahlen und Ehrungen

  • Gesamtfeuerwehr und Abteilung: Kommandant: Tobias Schneider; Stellvertreter: Matthias Schmidt und Steffen Seydel; Schriftführer: Raphael Müller; Altersabteilung: Walter Berger; Abteilungskommandant: Andreas Spitz; Stellvertreter: Manuel Kiefer; Schriftführer: Stefan Gutbier; Altersabteilung: Hanspeter Dietsche
  • Abteilung Albtal: Abteilungskommandant: Roland Hierholzer; Stellvertreter: Andreas Lohn; Schriftführer: Stefan Jehle; Feuerwehrausschuss: Christian Mutter, Fabian Schneider, David Wagner (alle Abteilung St. Blasien), Rainer Baur, Tobias Lorenz (beide Menzenschwand) und Nico Alex (Abteilung Albtal)
  • Städtische Ehrungen: 60 Jahre: Günther Spitz, Kurt Kaiser. 50 Jahre: Karl Volk, Siegfried Mutter, Peter Manns und Manfred Leber. 30 Jahre: Ralf Nocke, Christof Isele und Dieter Andris.
  • Ehrungen des Landes: 50 Jahre: Walter Berger. 25 Jahre: Roland Ott, Patrick Mutter, Tobias Lorenz, Hansjörg Köpfer und Alexander Denz. 15 Jahre: Matthias Pfingsten

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