St. Blasien – Die Stadt will bei der Fürstabt-Gerbert-Halle eine „Mehrzweckhalle light“, also eine Dreifeldsporthalle mit weiteren Nutzungsmöglichkeiten bauen. Die Entscheidung hat der Gemeinderat am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung getroffen. Mit einer Investitionssumme in Höhe von rund 11,8 Millionen Euro rechnet Architekt Martin Vogelsang.

Der Gemeinderat hat sich gegen eine reine Sporthalle und auch gegen eine Mehrzweckhalle mit Platz für bis zu 2000 Menschen ausgesprochen. Schule und Stadt sollen eine Halle bekommen, die den Anforderungen des Schulbetriebes auch nach einer möglichen Erweiterung voll genügt. Eine reine Sporthalle würde die Stadt höchstens bis zu einer Million Euro weniger als die jetzt beschlossene Variante kosten, sagte der Architekt. Dafür würden der Schule und der Stadt viele Möglichkeiten genommen werden, denn dort wären nur Veranstaltungen mit bis zu 200 Menschen erlaubt. Doch die Zahl reiche schon bei Schulveranstaltungen, beispielsweise dem Bors-Abend, überhaupt nicht aus, sagte Schulleiterin Susanne Schwer.

Die Light-Variante bietet alle Möglichkeiten – nur die Zahl der Personen ist auf 600 beschränkt, denn darauf sind die Garderoben, Toiletten, die Ausgabeküche und die weitere Ausstattung ausgelegt. Ausnahmsweise sind dort auch deutlich größere Besucherzahlen möglich, da der Brandschutz auf bis zu 2000 Menschen ausgelegt ist.

Man werde die Halle in Zukunft dringend brauchen, sagte Schwer, auch weil Grundschüler ab 2026 einen Anspruch auf Ganztagesbetreuung haben.

Bewegliche Bühnenelemente, Anschlüsse für Veranstaltungstechnik – all das soll es in der neuen Halle geben. Im Aufzug ist ausreichend Platz, um Tische und Stühle aus den Lagerräumen im ersten Untergeschoss auf die Hallenebene im zweiten Untergeschoss zu transportieren. Vorgesehen ist ein Regieraum sowie die Möglichkeit, die Haustechnik dezentral zu steuern.

Nach der Entscheidung für die Hallenvariante müssen die Planungen zügig vorangetrieben werden, denn das vom Bund geförderte Projekt muss bis Ende 2025 fertig sein. In den kommenden Wochen soll alles konkreter werden: Man werde beispielsweise andere neue Hallen besichtigen, um über den richtigen Hallenboden oder Lärmschutzmaßnahmen entscheiden zu können, sagte Bürgermeister Probst.

Das Projekt wird ein finanzieller Kraftakt, der andere große Projekte über Jahre unmöglich mache, sagten mehrere Mitglieder des Gremiums. Allerdings sei es vor allem mit Blick auf die Schule ein wichtiges Vorhaben, das in der gewählten Variante auch weitere Möglichkeiten schaffe.