„Zemmehebe“ wird gerade in schwierigen (Corona-) Zeiten wichtig. Notgedrungen muss man auf vieles verzichten, auch das Bildhauersymposium fällt in seinem Jubiläumsjahr coronabedingt aus. Aber das Organisationsteam des Symposiums stellt in der Zeit vom 30. August bis 6. September ein Alternativprogramm auf die Beine, ein Symbol der Hoffnung und der Solidarität. Ganz St. Blasien wird zur Galerie, am Samstag, 5. September, will man die Stadt mit Hilfe der Bürger in ein Lichtermeer verwandeln.

Absage wegen der Corona-Krise

Wie andere Großveranstaltungen muss auch das Bildhauersymposium in diesem Jahr ausfallen, die Einschränkungen in der Corona-Krise machten die Absage erforderlich, zumal nicht sicher ist, ob die Künstler aus anderen Ländern überhaupt einreisen dürften. Die Absage ist um so bedauerlicher, weil in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen des Symposiums hätte gefeiert werden sollen. Aber da Zusammenhalt gerade in schweren Zeiten gefragt ist, hat das Organisationsteam des Symposiums ein Alternativprogramm unter dem die Bürger seit vielen Monaten begleitenden Motto „#Zemmehebe“ auf die Beine gestellt. „Kunst. Stadt. Galerie.“ heißt es, denn ganz St. Blasien solle in eine Galerie verwandelt werden, erläuterte Christel Steier.

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Alle Künstler, die sich um eine Teilnahme an dem Jubiläumssymposium beworben haben, wurden gebeten, ein kleines Werk zur Verfügung zu stellen. Ein Zeichen, dass auch die Künstler zusammenhalten, sogar global, so Christel Steier. Zusagen gab es bereits von Holzbildhauern aus Deutschland, der Schweiz, England und Argentinien.

Hoffen auf kreative Impulse

Und auch hauptberuflich tätige Künstler aus dem ganzen Landkreis wurden um Teilnahme mit Werken gebeten, denn, so Bernhard Meyer, auch die regionale Präsenz sei wichtig. Der Aufruf erweis sich als erfolgreich, mit Josef Briechle, Gila Frenzel, Andreas und Ralf Hilpert, Peter Schütz, Johannes Köpfer und Eberhard Rieber haben bereits etliche Maler und Bildhauer zugesagt, weitere können dazukommen, denn die Anmeldefrist läuft noch. Man hofft auf aktuelle Beträge aus dem Bereich „Corona.Ernte.Dank.“, auf kreative Impulse aus der Corona-Zeit. Ein Muss ist das allerdings nicht.

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Die eingereichten Beiträge sollen in der Zeit vom 30. August bis 6. September, in der Zeit, in der das Symposium eigentlich stattfinden sollte, in den Schaufenstern der Geschäfte in der ganzen Stadt ausgestellt werden, die Stadt sich in eine große Galerie verwandeln.

Der Höhepunkt der Ausstellungswoche soll am Samstag, 5. September, ein Fest im Kurgarten mit – sofern es die coronabedingen Einschränkungen zulassen – kleiner Bewirtung und Livemusik werden. Mit dem Kurpark als Veranstaltungsort wolle man ein Zeichen setzen, dass in diesem Jahr alles anders sei, erläuterte Christel Steier.

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Das in St. Blasien durch seine Feuerskulpturen bekannte Künstlerpaar Pialeto wird auch in diesem Jahr eine Skulptur gestalten. Diese wird aber nicht, wie in den vergangenen Jahren, verbrannt, sondern soll an dem Abend beleuchtet werden. Und auch die St. Blasier sind aufgerufen, ein Teil des Projektes zu werden.

Ab Anfang August liegen in den Geschäften Papiertüten aus, die von den Bürgern gestaltet werden könne. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, jede Technik ist erlaubt, es kann unter anderem gemalt, geschrieben, gedruckt und geschnitten werden. Schon Kindergartenkinder können sich an der Aktion beteiligen. Die gestalteten Papiertüten können am Nachmittag des 5. September in Zelten in der Stadt abgegeben werden. Am Abend werden sie mit Teelichtern bestückt und aufgestellt.

Stadt als Lichtermeer

Wenn genügend Lichtertüten zusammenkommen, will man nicht nur den Kurgarten illuminieren, sondern auch entlang der Alb eine Lichterstrecke legen, so dass die Stadt in ein Lichtermeer verwandelt wird, um das Licht als Zeichen der Hoffnung zu zelebrieren, so Christel Steier. Auf diese Weise werde das Motto „#Zemmehebe“ eindrucksvoll umgesetzt.

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