Finanziell erfolgreich verläuft die Saison für den Liftverbund Feldberg, hieß es in der jüngsten Ratssitzung. An 64 Betriebstagen hätten mehr als 100.000 Besucher zu einem Umsatz in Höhe von etwa 4,8 Millionen Euro geführt. Der Anteil der Stadt St. Blasien liegt bei 1,5 Millionen Euro. Einbezogen sind in diesem Betrag nur die Liftanlagen, die direkt der Stadt gehören, nicht aber die Beteiligung an der Alpincenter GmbH. Der Haushaltsansatz sieht 2,3 Millionen Euro bis zum Saisonende vor.

Die Entscheidung, die Hochschwarzwald-Card nicht mehr zu akzeptieren und das Parkhaus am Seebuck oder einen Bustransfer nicht mehr kostenlos anzubieten, wirke sich positiv auf die Erlöse der Skiliftbetriebe aus, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Nur durch diese entscheidenden Änderungen könne die Wintersaison trotz Corona-Pandemie so gut verlaufen, hatte der Bürgermeister zuvor im Gespräch mit dieser Zeitung gesagt.

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Die Einnahmesituation sei erfreulich, sagte Stadtrat Frank Defrenne in der Sitzung. Nur zufrieden seien die Wintersportler aber nicht. Immer wieder höre er Klagen über das Ticketing-System, das immer wieder „zu Reibereien führt“, denn „nicht jeder unserer Gäste ist beim Skifahren 4.0 angekommen“. Damit meinte er den angestrebten überwiegenden Verkauf der Skiliftkarten über das Internet. Wenn man als Handynutzer im Skigebiet plötzlich kein Netz habe, um beispielsweise den in der App gespeicherten eigenen Impfstatus zu belegen, oder wenn man einfach kein Mobiltelefon besitze, führe das zu Ärger.

Angesichts der Situation habe sich der Liftverbund aber entschlossen, möglichst 95 Prozent der Tickets online zu verkaufen, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Nur so könne man es schaffen, die Kassenmitarbeiter nicht zu überfordern. Und das gesetzte Ziel habe man auch erreicht, ergänzte Rechnungsamtsleiter Michael Spitz.

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Dennoch habe man auch an die Wintersportler gedacht, die aus irgendeinem Grund das Ticket nicht bereits über das Internet kaufen konnten. Am Seebuck, in Fahl und auch in Menzenschwand seien Notkassen für Barzahler eingerichtet worden – „wir haben also eine Lösung für diese Ausnahmen“, sagte Probst. Dass man den Kartenverkauf optimieren könne, bestätigte Probst. Man könne auch darüber nachdenken, weitere Ticketautomaten aufzustellen. Aus eigener Beobachtung könne er sagen, dass sich die Abwicklung von Wochenende zu Wochenende verbessert habe, sagte Gemeinderat Fabian Schmidt.

Die Mitarbeiter an den Skiliften seien nicht nur glücklich über die Situation, erklärte Gemeinderat Manfred Leber. Zudem führe es auch zu Unverständnis, dass Barkäufer für ihre Skiliftkarte einen Aufschlag in Höhe von fünf Euro zahlen müssen. „Wir sind nur am Reagieren“, sagte Michael Spitz, der als Finanzchef des Liftverbundes in dessen Organisation eng eingebunden ist. Häufig werden Corona-Regeln geändert, die dann in das System eingespeist werden müssen.