150 Blutspenden in fast 53 Jahren: Otto Thoma aus Häusern ist eine Ausnahme bei den Blutspendetagen. Für seine Spende in der Fürstabt-Gerbert-Schule in St. Blasien hatte der 71-Jährige ein Schild angefertigt – übersehen hatte der DRK-Ortsverein das Jubiläum aber nicht.

1969 hat er sich erstmals zu einer Blutspende entschlossen, erinnert sich Thoma. In den ersten Jahren habe man den Arm nach oben halten und abstützen müssen, das sei längst Vergangenheit. Wurde anfangs ein Pflaster auf die Einstichstelle geklebt, gab es in den späteren Jahren Pflaster und Verband – heute werde der Arm nur noch verbunden, sagt Thoma.

Viel habe sich nicht geändert, seit er Blut spendet. Gleich geblieben sei die Blutuntersuchung. Als Blutspender „kann man Menschen helfen und man bekommt gleichzeitig eine kostenlose Blutuntersuchung. Das finde ich gut. Und wenn etwas festgestellt wird, bekommt der Hausarzt eine Information“, sagt der Spender, der auch die wegen der Corona-Pandemie eingeführte Terminvergabe lobt. Wollte man früher Blut spenden, habe man unter Umständen bis zu zwei Stunden warten müssen, erinnert sich Thoma. Jetzt bucht er im Internet einen Termin, kommt zur angegebenen Zeit und es läuft alles zügig ab. Man spare also viel Zeit.

In den vergangenen Jahren war die Zahl der Blutspender eine Zeit lang angestiegen, während aber weniger operiert wurde, sagte ein Mitarbeiter des Blutspendedienstes. Mittlerweile habe sich das Leben normalisiert, was sich auch am Rückgang der Spenden bemerkbar mache. Gleichzeitig werde wieder viel operiert, viele verschobene Eingriffe wurden und werden nachgeholt. Es werden also dringend Blutspenden benötigt, betont der Vertreter des Blutspendedienstes.

Dass er weiter etwas gegen den Mangel an Blutkonserven tut, ist für Otto Thoma klar. Der halbe Liter Blut, den er jeweils abgibt, sei eine wichtige Spende, ist er überzeugt. Auch er könnte einmal bei einer geplanten Operation oder einem Notfall auf eine Blutkonserve angewiesen sein. Also werde er mehrmals jährlich spenden, solange es möglich ist. Einen Tag vor dem 73. Geburtstag, so die Regel, bestehe dafür die letzte Möglichkeit, weiß Otto Thoma.

155 Menschen wollten beim jüngsten Termin in der Fürstabt-Gerbert-Schule Blut spenden, tatsächlich seien 148 Spenden abgenommen worden, informierte Ulrich Egge vom DRK-Ortsverein St. Blasien, dessen Mitglieder den Blutspendedienst an solchen Aktionstagen jeweils unterstützen. „Sehr erfreulich war, dass 23 Erstspender zu dem Termin gekommen sind“, sagte er anerkennend.