Corona hat das Vereinsleben im vergangenen Jahr weitgehend lahmgelegt. Davon betroffen war auch der VdK Dachsberg-Ibach, zu dem seit 2011 auch Bernau, St. Blasien, Menzenschwand und das Albtal gehören. Da der Verein keinerlei Ausgaben hatte, vom Landesverband in Stuttgart aber einen Obolus aus den Mitgliedsbeiträgen seiner insgesamt 158 Mitglieder erhält, wollte das Vorstandsteam nun etwas davon in die Region zurückfließen lassen.

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Gleichzeitig mit diesem Wunsch nahmen die Vorsitzende Angelika Zipfel und Kassiererin Gisela Berger den Wechsel bei der Pflegedienstleitung der Sozialstation St. Blasien zum Anlass, zusammen mit einer Spende von 500 Euro der neuen Pflegedienstleiterin Sandra Hermanns einen Antrittsbesuch abzustatten und die aus der Leitung in den direkten Dienst am Patienten gewechselte Ulrike Stich mit einem Blumenstock zu verabschieden. Ulrike Stich hat indes nicht nur zu Jahresbeginn in den Pflegedienst zurückgewechselt, sie gehört zudem zum Team der seit Oktober 2021 ins Leben gerufenen „Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) des Landkreises, die in Tiengen angesiedelt ist.

Die Sozialstation St. Blasien hat eine neue Pflegedienstleiterin: Sandra Hermanns hat Anfang des Jahres übernommen.
Die Sozialstation St. Blasien hat eine neue Pflegedienstleiterin: Sandra Hermanns hat Anfang des Jahres übernommen. | Bild: Karin Steinebrunner

Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Sandra Hermanns ist gelernte Altenpflegerin. 2012 absolvierte sie in Freiburg die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung, arbeitete danach drei Jahre als Vertretung in Steinfurt und hatte bis zum letzten Jahr die Pflegedienstleitung in Rheine inne. Ihre Tante wohnt in Bernau, und auch sie selbst war bereits sechs Jahre hier in der Gegend, so dass sie wieder hierher kommen wollte und sich im Oktober 2021 nach einer freien Stelle in der Sozialstation erkundigte.

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„Das ging dann alles sehr schnell“, erklärt die neue Pflegedienstleiterin. Die Einstellung erfolgte zum ersten Januar dieses Jahres, sie zog mit ihrem Mann nach Bernau, fühlt sich im Schwarzwald sehr wohl und fand hier auch ein tolles Team vor, wie sie strahlend erklärt. Momentan ist sie noch in der Einarbeitungsphase, lernt gerade die speziellen Herausforderungen an den hiesigen Pflegedienst kennen, die mitunter schwierigen Witterungsverhältnisse, die weiten Wege. Sie erkennt aber auch bereits die Vorzüge, etwa die Dankbarkeit der Patienten, die sich dieser Herausforderungen an ihre Helfer durchaus bewusst sind.

Spende für Testmaterial

Die Spende der VdK-Ortsgruppe kommt, auch angesichts der strikten Corona-Hygienemaßnahmen, sehr gelegen. Angelika Zipfel hat vorgeschlagen, die 500 Euro einzusetzen für Testmaterial, Handschuhe, Handcreme und sonstige Produkte, die derzeit in der Pflege vermehrt gebraucht werden. Zugleich hofft sie, mit dieser Spende auch ihren Mitgliedern ein Signal zu setzen, dass es sich lohnt, sich für ihren Verein, auch aktiv einzusetzen.

In der Vergangenheit nämlich haben sich die über zwei Drittel der Vereinsmitglieder, die nicht aus Dachsberg und Ibach kommen, mit der aktiven Mitarbeit weitgehend zurückgehalten. Hinzu kommt noch der Umstand, dass es leider immer wieder Kommunikationsprobleme gab, wie Angelika Zipfel berichtet.