Die Adventskonzerte sind festliche Höhepunkte im Jahreskalender des Kollegs. Instrumentalisten und Sänger bereiten sich über Wochen auf ihren Auftritt vor, bis der Festsaal für das Publikum geöffnet wird. In diesem Jahr ist das anders: Große schwarze Vorhänge ersetzen sozusagen das Publikum, damit der Raum bei der Aufzeichnung nicht so hallt. Auch sonst kommen virtuelle Treffen derzeit häufig vor.

Die Technik ist beeindruckend: Schüler des Kollegsfernsehens (Kfs) bauen mit Unterstützung eines Ton-Profis die Mikrofone auf und verbinden sie mit dem digitalen Mischpult. Die drei Kameras stehen schon bereit. Eine sei beweglich, erklärt Patrick Priese, die beiden anderen stationär, wobei eine der Kameras die Musiker aus der Vogelperspektive aufnimmt.

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Am Montag herrschte schon mal viel Trubel im Festsaal. Sobald die Technik klar war, fand der erste Soundcheck statt. Ein Mikrofon reicht nicht, sagt Wolfgang Mayer, der das Kollegsfernsehen betreut. Die Bandbreite sei sehr groß, fast für jedes Instrument sei ein spezielles Mikrofon notwendig – und für die Sängerinnen und Sänger sowieso. Die Mikrofone und auch das Mischpult habe man sich ausgeliehen, die professionelle Video- und Lichttechnik stelle das Kollegsfernsehen. Weil die Konzerte vor Publikum in diesem Jahr nicht möglich sind, habe man sich für die Aufzeichnung entschieden, sagt Mayer.

Auch ein Grußwort des Kollegsdirektors wird aufgezeichnet. Die Reihenfolge des digitalen Auftritts werde aber erst später festgelegt, sagt Priese, der auch für den Schnitt verantwortlich ist. Abrufbar ist das Adventskonzert dann wahrscheinlich ab der Zeit zwischen dem zweiten und dritten Advent, sagt Wolfgang Mayer.

Auch der Wettbewerb „English Debating“ findet in diesem Jahr online statt. Die Teilnehmer des Kollegs seien dafür nirgendwohin gereist, sondern ins Kfs-Studio gekommen, erklärt Matthias Zeien, der auch bei der Aufzeichnung der Adventsmusik dabei ist. Auch etliche Elterngespräche, Lehrerkonferenzen oder sonstige Sitzungen finden in dieser Zeit online statt, sagt Wolfgang Mayer. Sogar für die Schulführungen öffnet sich jetzt keine schwere Holztüre mehr, sondern per Link ein virtueller Raum. Die Besucher erhalten dann einige Eindrücke der Internatsschule und sie könnten auch Fragen stellen.