Der Naturenergie-Förderpreis 2020, der am Hans-Thoma-Tag, Samstag, 8. August, verliehen wird, geht an die in Waldshut geborene Künstlerin Hannelore Weitbrecht. Die Entscheidung fiel einstimmig. Verbunden mit dem Naturenergie-Förderpreis ist eine Ausstellung im Bernauer Hans-Thoma-Kunstmuseum.

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Seit dem Abschluss ihres Studiums ist Hannelore Weitbrecht als freie Künstlerin tätig, und seit 1993 erarbeitet sie Papierobjekte und Rauminstallationen. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. So hatte sie 2015 ein achtmonatiges Atelierstipendium in der Stiftung Bartels Fondation (Basel) inne. Werke von Hannelore Weitbrecht befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, China, Italien und der Schweiz.

Unzählige Ausstellungen

Ihre Arbeiten hat die Künstlerin bereits in ungezählten Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so etwa im Jahr 2006 im Hans-Thoma-Kunstmuseum, aber auch in Krems (Österreich), im Württembergischen Kunstverein Stuttgart und in der Kunsthalle Kammgarn Schaffhausen. Hannelore Weitbrecht lebt und arbeitet in Kirchheim unter Teck.

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Das zentrale Thema von Hannelore Weitbrecht ist die Natur. Und so wirken ihre Ausstellungen auf den ersten Blick auch wie Naturalienkabinette. Die Künstlerin lebt mit der Natur und mit den jahreszeitlichen Rhythmen, die die Natur prägen. Weitbrecht sammelt viele ihrer Arbeitsmaterialien in der Natur, sie sammelt, ordnet, sortiert, lagert sie und bewahrt sie auf, wie man das in früheren Jahrhunderten getan hat, um karge Zeiten zu überstehen.

Ordnung in komplexer Fülle

Parallel zur Natur baut Hannelore Weitbrecht in ihrer Kunst-Welt Ordnungen auf, die in abstrakter Gestalt die sichtbare, natürliche Welt reflektieren. Sie versucht Ordnung zu schaffen. Ordnung in die unendlich große und vielfältige, vor Fülle schier berstende Dingwelt zu bringen. In die komplexe, komplizierte Fülle unseres modernen Lebens greift sie ordnend ein. Und sie stellt Schönheit her. Die Feier beginnt um 10.30 Uhr im Kurpark.