Einen toten Luchs hat eine Spaziergängerin am Montag im Menzenschwander Gewann „Schützenwald“ gefunden. Der Fundort liege neben dem Fußpfad unterhalb des Schützenwaldweges, etwa 1,2 Kilometer nördlich der Einmündung des Weges der Landesstraße 142.

Anfangs bestand der Verdacht, dass der Luchs von einem Menschen getötet wurde, daher ermittelte der Fachdienst des Polizeipräsidiums Freiburg, Gewerbe und Umwelt, Außenstelle Waldshut-Tiengen, wegen des Verdachts eines Vergehens gegen das Tierschutz- und das Bundesnaturschutzgesetz. Dieser Verdacht hat sich inzwischen bestätigt.

Wie der baden-württembergische Forstminister Peter Hauk (CDU) der Deutschen Presseagentur in Stuttgart sagte, ist das tote junge Luchsmännchen nicht eines der vier im Südwesten sesshaften Luchse. „Ein Abgleich des Fleckenmusters mit den in Baden-Württemberg bekannten Luchse ergab keine Übereinstimmungen.“ Man vermute, dass das Tier über die Schweizer Grenze gekommen ist, hieß es.

Nun steht fest, dass der tote Jungluchs durch äußere Gewaltanwendung gestorben ist, das erklärt Mathias Albicker, Pressesprecher am Polizeipräsidium Freiburg auf Nachfrage der Tageszeitung.

Wie der Luchs getötet wurde, bleibe wegen der laufenden Ermittlungen Sache der Polizei. Klar sei, dass der Fundort nicht der Tatort war. „Wir gehen davon aus, dass der Luchs schon mehrere Tage tot war und dort abgelegt wurde, um den Kadaver zu entsorgen“, so Albicker. Woher der Luchs stammt, werde derzeit ermittelt. Dem unbekannten Täter, gegen den wegen des Verdachts eines Vergehens gegen das Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetzes ermittelt wird, würde im Falle einer Verurteilung eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren drohen.

Die Polizei sucht Zeugen, denen Fahrzeuge oder Menschen im Bereich der Fundstelle aufgefallen sind – auch schon Tage vor dem Fund. Sie werden gebeten, sich beim Fachdienst Gewerbe und Umwelt unter der Telefonnummer 07741/8316-214 zu melden.