Im März 2019 und in diesem Mai waren dort bekanntlich tonnenschwere Felsblöcke ins Tal gerollt. Elisabeth und Peter Bucur Volk aus Brandenberg ist aufgefallen, dass weder in Geschwend in der Gisibodenstraße noch an der L 149 von Präg nach Bernau Warnschilder aufgestellt sind – genau dort, wo die Felsblöcke abgegangen sind und jetzt Schritt für Schritt die Hänge gesichert werden. Ein Warnschild könnte zukünftig helfen, Fußgänger und Autofahrer auf die latente Gefahr aufmerksam zu machen.

Gefahr für Menschen

„Im Extremfall stehen Menschenleben auf dem Spiel“, schreibt Peter Bucur Volk, der bekannt ist durch seine Besuche der Todtnauer Gemeinderatssitzungen. An anderen Straßen im Oberen Wiesental, die sehr nahe an Felsen gebaut sind, gibt es die Warnschilder längst, etwa am Wühre-Loch an der B 317 zwischen Mambach und Fröhnd. Dort fallen immer mal wieder Steine in unterschiedlicher Größe auf die Fahrbahn; beim Ausweichen oder bei plötzlichen Bremsmanövern können sich heikle Situationen ergeben.

  • Landesstraßen: Für die betroffene L 149 bei Präg ist das Landratsamt in Lörrach zuständig, das sich derzeit um die Hangsicherung und anschließend um die Beseitigung des Kolosses kümmert, der im Moment noch die Fahrbahn blockiert. Ob dort künftig ein Warnschild angebracht wird, lässt sich im Moment nicht zuverlässig sagen, teilt Behördensprecher Thorsten Wrobel auf Anfrage mit. Voraussetzung sei eine Verkehrsschau, an der Vertreter von Stadt, Polizei und Landratsamt teilnehmen. „So ein Gefahrenschild ist letztlich immer eine Einzelfallentscheidung, die verschiedene Stellen gemeinsam treffen“, erklärt Thorsten Wrobel das Verfahren. Die Warnschilder haben den Zweck, Verkehrsteilnehmer auf Gefahren hinzuweisen, „die diese nicht erwarten können“ und sollen vor allem zu erhöhter Aufmerksamkeit führen, so Wrobel.
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  • Ortsstraßen: Gefahrenschilder wegen Steinschlag sind innerorts sehr selten, und in Todtnauer Ortsstraßen ist gar keines bekannt. Bauamtsleiter Klaus Merz weist darauf hin, dass die zwei Felsblockabgänge in Geschwend und Präg ganz andere Dimensionen hatten als gewöhnliche Steinschläge: „Wenn so ein großes Felsblock auf der Straße liegt, hilft ein Schild dem Autofahrer nichts.“ Sollte im Zuge der Sicherungsarbeiten an der Geschwender Halde dieses Jahr mit Steinschlag gerechnet werden, werde die Straße richtig abgesperrt, um niemanden in Gefahr zu bringen. Ob das wieder nötig sein wird, sei aber unklar und hänge von der Fachfirma ab, die die Felssicherungen vornimmt.
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Fahrlehrer Martin Ganzmann von der gleichnamigen Fahrschule in Schönau sagt, dass Autofahrer bei einem Warnschild vorsichtig fahren sollen. Sollte es einmal tatsächlich zu einem Verkehrsunfall kommen, werden Autofahrer unter Umständen nämlich damit konfrontiert, zu schnell gefahren zu sein. Er gibt zu bedenken, dass die Wirkung von Gefahrenschildern mit der Zeit aber häufig nachlässt.

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