Ein „Zentrum Holzbau Schwarzwald“ will der Verein Bauwerk Schwarzwald in der Region verwirklichen. Auf dem Weg zum Ziel haben die Initiatoren einen wichtigen Schritt geschafft: Das Projekt wurde im Rahmen des Landeswettbewerbs „RegioWin 2030“ als eines von 24 Leuchtturmprojekten prämiert. Jetzt geht es an den konkreten Zuschussantrag – das Zentrum Holzbau soll mit Geld aus einem EU-Programm finanziert werden. Entstehen soll das Zentrum möglicherweise in Menzenschwand.

Der Wettbewerb RegioWin 2030

Als Standort hatten die Projektinitiatoren – darunter vor allem Holzbauunternehmen aus der Region – den Mösleparkplatz im Menzenschwander Hinterdorf in den Blick genommen. Wo es tatsächlich entstehen soll, stehe aber noch nicht fest, sagte St. Blasiens Bürgermeister Adrian Probst im Gespräch mit dieser Tageszeitung. Er sitzt im Vorstand des Projektträgervereins Bauwerk Schwarzwald.

Die Prämierung

Gute Chancen auf die Prämierung hatte sich Probst schon ausgerechnet, schließlich war das Projekt schon von der Region Südlicher Oberrhein-Hochrhein als eines von drei Leuchtturmprojekten ausgewählt worden. Die Region umfasst die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Waldshut, den Ortenaukreis und die Stadt Freiburg. Die Freude war am Mittwoch dennoch groß.

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Die Prämierung der Projekte hatte St. Blasiens Bürgermeister zusammen mit weiteren Vertretern des Vereins Bauwerk Schwarzwald im Internet live verfolgt. Konkret bedeute die Entscheidung im Rahmen des RegioWin-Wettbewerbs, dass „wir einen Vollantrag stellen können“, erläutert Probst.

Das weitere Verfahren

Um diesen Vollantrag zu verfassen, werde der Verein entweder eine Stelle schaffen oder einen Auftrag an ein Büro vergeben. Etwa ein Jahr werde es dann dauern, bis der Antrag steht. Genehmigt die EU einen Zuschuss, könne man hoffentlich im kommenden Jahr schon mit der Verwirklichung des Projektes beginnen.

Die Partner

Das Verfahren sei überaus umfangreich, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Schon bis zu diesem Zwischenerfolg wäre der Verein ohne starke Hilfe der Partner (beispielsweise der Landkreis Waldshut, die Region Südlicher Oberrhein-Hochrhein, die Forstliche Versuchsanstalt Freiburg und Wissenschaftler verschiedener Universitäten) nicht gekommen.

Hohe Zuschüsse

Die Fördersumme stehe noch nicht fest, erläutert Probst. Das Verfahren sei zwar „unfassbar umfangreich“, jedoch gehe es auch um sehr hohe Zuschüsse – im Falle des „Zentrums Holzbau Schwarzwald“ werde es auch um eine Millionen-Förderung gehen.

Die Projektentwicklung

Entstehen soll ein Innovations- und Transferzentrum für den Holzbau, das Forschung und Praxis vereint, heißt es in der Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums des Landes. Und so eine Forschungseinrichtung solle auch dort angesiedelt werden, wo der Baustoff Holz Tradition hat, sagte Bürgermeister Probst. Menzenschwand sei von den im Arbeitskreis engagierten Holzbauunternehmen aus der Region als möglicher Standort genannt worden und biete tatsächlich auch seiner Meinung nach viele Vorteile: Der Mösleparkplatz im Hinterdorf sei vorbelastet und liege mitten in typischer Schwarzwaldlandschaft. Außerdem gibt es in Menzenschwand viele alte Schwarzwaldhöfe und der Ort ist touristisch von Bedeutung.

Der Standort

Dennoch ist die endgültige Standortentscheidung noch nicht gefallen. Allerdings seien im Vorfeld schon Gespräche mit dem Regierungspräsidium geführt worden, ob so ein Gebäude an der Stelle grundsätzlich denkbar erscheint. Jetzt müssten dennoch noch viele rechtlichen Fragen geklärt werden.

Die Leistungen

Außerdem müssten die Mitglieder des Arbeitskreises, der das Projekt entwickelt, jetzt ganz konkret beschreiben, welche Leistungen in dem Zentrum erbracht werden sollen, wer dort worüber forscht und auch welche Räume benötigt werden. Und außerdem muss in dem Zuschussantrag eine detaillierte Berechnung der Baukosten sowie die Finanzierung des künftigen Betriebes enthalten seins.

Der Verein

Projektträger und Antragssteller ist der Verein Bauwerk Schwarzwald, der eine Geschäftsstelle unterhält. Ob das Zentrum Holzbau Schwarzwald auch in Zukunft vom Verein getragen wird oder ob es eine andere Konstruktion geben wird, müsse ebenfalls noch geklärt werden.