Die Stadt St. Blasien bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das Gebäude soll auf einem circa 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Tusculumweg errichtet werden. Dem Bauantrag hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz sollen jeweils neue Gebäude erhalten, um hinter dem Friedhof für einen neuen Lidl-Markt und die Erweiterung des Edeka-Marktes Platz zu machen. Kosten werde der Neubau mehr als sechs Millionen Euro, sagte Bürgermeister Adrian Probst in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

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Das neue Feuerwehrgebäude wird aus zwei Teilen bestehen: Die eingeschossige Fahrzeughalle soll eine Stahlkonstruktion sein und zur Straße hin errichtet werden. Der Trakt mit Umkleiden, Werkstätten, Büros und Versammlungsräumen soll ein zweigeschossiger Betonbau sein, erläuterte der Leiter des städtischen Bauamts, Manuel Ebner.

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Vor der Fahrzeughalle wird es einen Vorplatz geben, auf der Ostseite entsteht ein Parkplatz und zur Alb hin ein überdachtes und eingezäuntes Außenlager – das Dach wird gleichzeitig Dachterrasse für die Räume im Obergeschoss des Feuerwehrhauses sein.

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Wie die Fahrzeughalle verkleidet werden soll, sei noch nicht festgelegt worden, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Auch die Verglasung und weitere Details seien noch zu klären. Durch die Trennung der einfacher konstruierten Fahrzeughalle und des komplexeren zweigeschossigen rückwärtigen Baus, könne das Projekt günstiger umgesetzt werden, hieß es. Es entstehe ein schlichtes und funktionales Gebäude, so Probst.

Grundstückskauf

Die Blickachse von der Umgehungsstraße zum Dom offen zu halten, sei bei der Planung wichtig gewesen, betonten Bürgermeister und Bauamtsleiter. Die Planung beziehe sich auf ein Gelände, das der Stadt juristisch noch gar nicht gehöre, sagte Gemeinderat Thomas Mutter. „Wie ist der Stand der Verhandlungen?“, wollte er wissen. Der Erbpachtvertrag mit dem Kolleg sei ausgehandelt, er solle aber in ein Gesamtvertragswerk für alle verbundenen Bauprojekte eingebracht werden, erläuterte Bürgermeister Probst. Die Vertragspartner seien auf einem guten Weg.

Kein Keller

Einen Keller werde es unter dem Gebäude nicht geben, antwortete Ebner auf eine entsprechende Frage von Gemeinderat Andreas Fritz. Das Gebäude liege direkt an der Alb, ein Keller müsste hochwassertauglich sein, was teuer sei. Was passiert mit der erst vor einigen Jahren im bestehenden Feuerwehrhaus eingebauten Abgasabsauganlage? Das wollte Fraktionskollege Manfred Leber wissen. Die könne größtenteils im neuen Gebäude wieder eingebaut werden, sagte Ebner.

Der Kollegssportplatz

Das Feuerwehrhaus wird auf einem Gelände des Kollegs entstehen. Die Fläche beansprucht auch einen Teil des Kolleg-Sportplatzes. Der müsse so umgebaut werden, damit alle benötigten Sportanlagen auch in Zukunft für den Unterricht zur Verfügung stehen, sagte Manuel Ebner. Das zur Alb hin abschüssige Gelände muss aufgeschüttet werden, um das Niveau um circa 1,80 Meter anzuheben, erläuterte er.

Der Zeitplan

Im Sommer soll die Verlegung des Schulsportplatzes beginnen, erläuterte Bauamtsleiter Ebner. Mit den Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus könne man dann wahrscheinlich vor dem Winter starten. Dem Bauantrag stimmten die Mitglieder des Gemeinderates geschlossen zu.