Die St. Blasier Klosterkonzerte im Festsaal der ehemaligen Benediktinerabtei, der heute zum Kolleg gehört, bieten seit Jahren hochrangige Kammermusikkonzertabende. Seit 25 Jahren stellt Geschäftsführer Michael Neymeyer diese musikalischen Leckerbissen zusammen. In den vergangenen beiden Jahren haben coronabedingt nur sechs Konzerte stattgefunden, eines davon wurde als Autokino ausgelagert. Dennoch waren sie mit durchschnittlich 80 Besuchern gut besetzt, Sponsoren und Fördermitglieder hat der Förderverein über die schwere Zeit hinweg an sich gebunden, sodass die Preise stabil geblieben sind.

Nun hat Neymeyer unter Vorbehalt das Programm für 2022 zusammengestellt. Auch Flyer soll es im kommenden Jahr wieder geben, daneben können sich Interessenten jederzeit auf der Internetseite der Klosterkonzerte über deren aktuellen Stand informieren. Die Konzerte finden immer donnerstags statt und beginnen um 19.30 Uhr.

Das schon zur Tradition gewordene Konzert mit der Bayerischen Philharmonie im Januar kann auch 2022 nicht stattfinden. So beginnt der Zyklus am 17. Februar mit dem Duo Troussov. Kirill Troussov (Violine) und Alexandra Troussova (Klavier) spielen Werke von Beethoven, Brahms und Franck. Nachdem dieser Konzerttermin bereits zweimal verschoben werden musste, ist die Hoffnung groß, dass er stattfindet.

Am 10. März gastiert Il capriccio, ein zum Hornquintett erweitertes Streichquartett, das auf historischen Instrumenten spielt, in St. Blasien, mit Werken von Mozart, Arriaga und Reicha. Ebenfalls bereits zweimal verschoben werden musste das traditionelle Preisträgerkonzert der Volksbank Hochrhein-Stiftung, in dessen Kuratorium Michael Neymeyer im März für ein Mitglied, das die Altersgrenze erreicht hat, nachrücken wird. In diesem Konzert am 7. April spielt Clemens Losch (Trompete) zusammen mit Michael Neymeyer an der Orgel unter anderem Werke von Händel, Bach und Purcell.

Am 26. Mai kommt das Mozart Piano Quartett zum Schwarzwald-Musikfestival mit Mozart, Schumann und Fauré nach St. Blasien, am 30. Juni gibt es ein Heimspiel. Ines Zimmermann (Querflöte) und Iara Behs-Dietsche (Klavier), beide Lehrerinnen am Kolleg, haben sich als Duo den Namen Linie 1 gegeben. Sie interpretieren Werke von Schumann, Poulenc und Ravel.

Nach der Sommerpause geht es am 22. September mit dem international renommierten Trio Parnassus weiter, das als Besonderheit auch die Ausgrabung eines Beethovenwerks in der Bearbeitung von Rinck auf dem Programm hat. Am 20. Oktober spielen die Mozarte Festival Strings, eine Gruppierung mit Andreas Frölich am Klavier, der schon mit einem anderen Ensemble in St. Blasien gastiert hat, ein reines Mozartprogramm. Der Zyklus 2022 klingt am 10. November mit den acht Cellisten des Ensembles Klingende Celli aus, die Werke von Haydn, Villa Lobos und Wagner im Gepäck haben.

Der Kartenvorverkauf beginnt im Januar. Näheres unter Telefon 07672/275 08.