Anders als gewohnt, aber dennoch in nicht minder würdigem Rahmen, sind zehn junge evangelische Christen im Dom zu St. Blasien konfirmiert worden. Die katholische Kirchengemeinde hatte den Dom zur Verfügung gestellt, um die Konfirmation der ganzen Gruppe zu ermöglichen.

Die coronabedingten Einschränkungen zwingen die Verantwortlichen in vielen Bereichen, neue Wege zu gehen. Und so werden in den meisten Kirchengemeinden im Landkreis aus Platzgründen mehrere Konfirmationsgottesdienste abgehalten. Der Wunsch des Kirchengemeinderats der evangelischen Kirchengemeinde St. Blasien war es aber, die Konfirmanden gemeinsam einzusegnen. Anders als die Christuskirche, bot der Dom dafür genügend Platz. Und vonseiten der katholischen Pfarrgemeinde erfolgte eine schnelle Zusage, erklärte Pfarrer Markus Wagenbach im Vorfeld der Konfirmation, der als Vakanzpfarrer gemeinsam mit Diakon Jürgen Bendig (Todtmoos) die Konfirmanden vorbereitet hatte. Daher übernahmen sie auch den Konfirmationsgottesdienst, obwohl inzwischen mit Renate Hartwig eine neue Vakanzpfarrerin in St. Blasien tätig ist.

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Man sei sehr froh und dankbar für die schnelle und unkomplizierte Zusage, so Pfarrer Wagenbach. Die ökumenische Verbundenheit in St. Blasien mache die Konfirmation im Dom möglich, erklärte auch Diakon Bendig zu Beginn des Konfirmationsgottesdienstes, bei dem Maskenpflicht herrschte. Die Konfirmanden, Pfarrer und Diakon trugen jeder einen Mund-Nasen-Schutz mit Sonnenstrahlen und der Aufschrift „Shine“, passend zum Thema der Predigt „Ihr seid das Licht der Welt“, ein Spruch aus der Bergpredigt. „Was auf der Maske steht, soll Euch daran erinnern, was Ihr im Leben sein sollt – das Licht der Welt“, gab Pfarrer Wagenbach den Konfirmanden mit auf den Weg. Und: „Lebt Euren Glauben und Ihr werden merken, wie befreiend es ist, nicht an sich selbst glauben zu müssen, sondern an Jesus.“

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Domorganistin Eiko Yoshimura, Valeska Prenschke (Gesang) sowie Andrea Wild und Andrea Rudolf (Querflöte) gestaltet. Die evangelischen Christen bedankten sich nicht nur mit Worten für das zur Verfügung Stellen des Domes, dafür kommt die Kollekte der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde zugute.