Vor allem um die Kinder der Geflüchteten sorgen sich die Mitglieder des Helferkreises Asyl. Daher wurde in der ersten Sitzung nach einer längeren Corona-Pause intensiv überlegt, wie man die unterbrochene Hausaufgabenbetreuung wieder anbieten kann und welche Unterstützung sonst noch möglich ist. Und auch die Arbeitssituation der Erwachsenen beschäftigte die Helfer.

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Das beliebte Café International soll vorerst noch pausieren, ebenso wie weitere Pläne, etwa das Jubiläumsfest zum fünfjährigen Bestehen des Helferkreises. „Wir sind eigentlich verpflichtet, den Kindern zu helfen“, sagte Veronika Faller. Denn wenn es für deutschsprachige Eltern oft schon schwer ist, dem Nachwuchs beim Lernen zuhause zu helfen, so ist es für Geflüchtete, die selbst noch die Sprache lernen, teilweise fast unmöglich, ihren Kindern bei den von der Schule gestellten Aufgaben unter die Arme zu greifen. Aber wie kann eine Hausaufgabenhilfe aussehen, die die bestehenden Hygienevorschriften erfüllt? Eine Möglichkeit, so wurde in der Helferkreissitzung diskutiert, wären private Treffen. So berichtete etwa Wolfgang Weber vom Mathe üben mit Abstand, das sich aber recht mühsam gestaltet habe.

Kontakt mit Schule

Da die Betreuung von Schülern in der Schule erlaubt ist, soll nun Kontakt mit der Schule aufgenommen werden, ob dort eine Hausaufgabenbetreuung durch die Mitglieder des Helferkreises möglich wäre. Um Unterstützung gebeten werden sollen dabei auch die Ehrenamtlichen, die sich bisher beim Café International engagiert haben, denn das soll bis auf Weiteres noch nicht wieder stattfinden. Die Regeln für Veranstaltungen seien so kompliziert, dass nicht klar ist, wie die Ehrenamtlichen sie sauber einhalten könnten.

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Und wenn kein Café International stattfinden kann, da waren sich die Anwesenden einig, dann könne auch das Jubiläumsfest des Helferkreises noch eine Weile warten. Ein weiterer Punkt, der den Ehrenamtlichen Sorgen macht, ist die Arbeitssituation vieler Geflüchteter. Da sie naturgemäß noch nicht lange bei ihrem jeweiligen Arbeitgeber angestellt sind oder bei Zeitarbeitsfirmen arbeiten, waren sie – unabhängig von ihren Leistungen – oft die ersten, die in der aktuellen Krise ihren Job verloren haben.

Schwierig ist dabei auch, dass die Stelle der Integrationsmanagerin erst im Oktober wieder besetzt wird. Eine ihrer Hauptaufgaben war die Unterstützung bei der Arbeitssuche und dem Schreiben von Bewerbungen. Momentan können Hilfesuchende telefonisch Kontakt mit der Vertretung in Waldshut aufnehmen und auch dort vorstellig werden. Die Hürde, nach Waldshut zu fahren, sei jedoch deutlich größer, so Jörg Rudolph. Das nächste Treffen des Helferkreises soll am Mittwoch, 5. August, um 19.30 Uhr im Theophil-Lamy-Haus stattfinden.

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