Der junge Sozialpädagoge Wolfgang Endres kommt vor rund 50 Jahren als Erzieher ins Internat des Jesuitenkollegs St. Blasien. Mit pfiffigen Ideen und ausgeprägter Überzeugungskunst bringt er die anvertrauten Schüler meistens konfliktlos dazu, Regeln und Verhaltensmuster zu beherzigen. Mit Menschen weiß er umzugehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Den Weg in die Selbstständigkeit geht er einige Jahre danach mit dem Studienhaus, das keine Nachhilfe- und Bimskurse anbieten wollte, sondern die Methode des richtigen Lernens, zu dem auch das Konzept eines klugen Spickzettels gehört. Eine Reihe von Fachschriften und Anleitungsbüchern vermittelt ergänzend das „Endres-Modell“.

Das könnte Sie auch interessieren

Den zusätzlichen Geschäftszweig bilden die gefragten Kurse für Führungskräfte. Neben allen Angeboten steht unübersehbar das Herkunfts-Markenzeichen St. Blasien, das er von Frühjahr 1975 bis Herbst 1989 als Gemeinderat mit Impulsen und Debattiervermögen fördernd begleitet. Die berufliche Weitläufigkeit verhindert die Fortsetzung.

Das könnte Sie auch interessieren

Gleichsam die Krönungsstunde schlägt zu Beginn der 1990er Jahre. Der Gedanke, vorausgegangene Freilichtaufführungen auf den Domtreppen zu beleben und dauerhaft zu gestalten, nimmt Fahrt auf. Aber es braucht einen Regisseur mit einer feinen Antenne für Kultur- und Theaterformen und ihre Möglichkeiten vor der religiös-historischen Kulisse, einen Spielleiter aber auch, einen der Menschen zu führen weiß. Die St. Blasier Zauberformel bekommt einen Namen: Wolfgang Endres.

Das könnte Sie auch interessieren

Er fährt durch Deutschland und über die Grenzen hinaus für ein außergewöhnliches Kulturprogramm, um Anregungen, Veränderungen und Verbesserungsideen aufzunehmen. Bei sechs Domfestspielen seither war er Regisseur und teilweise auch Autor. Der ausgewogene Kontakt zu den Mitmenschen bringt ihm die Übernamen „Menschenfischer“ und „Dom(p)teur“ ein. Seine bisweilen grenzwertige psychische und körperliche Leistung wurde bereits 1997 mit der Verdienstmedaille der Stadt St. Blasien, dann Ende November 2016 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft anerkannt. Wolfgang Endres ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus, er bleibt an den kulturellen Schalthebeln seiner Fügungsheimat.