Viel soll sich in St. Blasien verändern: DRK-Rettungsdienst und Feuerwehr werden umziehen, um Einkaufsmärkten Platz zu machen. Jetzt sind die ersten Unterschriften geleistet worden. Als Kernbaustein der Stadtentwicklung bezeichnete Bürgermeister Adrian Probst die Unterzeichnung des städtebaulichen Vorvertrags zwischen der Lidl Vertriebs-GmbH, den Schmidts-Märkten sowie der Stadt St. Blasien im Rathaus. Damit ist die umfassende Neuplanung des Areals am Kugelrain offiziell in die Wege geleitet, der Kaufvertrag zwischen DRK, Lidl und den Schmidts-Märkten soll schon im August unterzeichnet werden.

Die Entwicklung

Seit 4. Dezember 1986 ist das Unternehmen Lidl in St. Blasien ansässig, wie Barkhoff erläuterte. Nach der Ausschöpfung der vorhandenen Erweiterungsmöglichkeiten suche das Unternehmen schon seit rund 17 Jahren danach, wie man den Ansprüchen seitens der Firmenleitung wie auch der Kundschaft zeitgemäß gerecht werden könnte.

Sicherung des Handelsstandorts

Nun sei zusammen mit den Schmidts-Märkten die Sicherung eines gemeinsamen Handelsstandorts gefunden, der die überregionale Versorgung der Bevölkerung gewährleiste. Aktuell misst der Lidl-Markt in St. Blasien 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, bis 2024 soll diese auf 1450 Quadratmeter erweitert werden.

Vergrößerung

Für den Schmidts-Markt, so Michael Schmidt, habe momentan keine Zeitnot bestanden. Dennoch freue er sich, unter der Federführung des Lidl-Unternehmens gemeinsam einen Mehrwert für die Bürger zu erzielen. So werde auch der Schmidts-Markt nochmals erweitert zum zeitgemäßen Vollsortimenter mit 2250 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie zusätzlichen 150 Quadratmetern Gastronomiefläche. Mit insgesamt mehr als 200 Parkplätzen werde für die Kunden mit diesen beiden Anbietern ein angenehmer Kompletteinkaufsplatz geboten werden, hieß es.

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Aber nicht nur um die Einkaufsmöglichkeiten geht es bei diesem städtebaulichen Großprojekt, wie Adrian Probst verdeutlichte. Mit involviert in dieses komplexe Szenario mit etlichen Projektbeteiligten sind auch das DRK und Feuerwehr. „13 Standorte haben wir für die Feuerwehr geprüft und verworfen“, erklärte Probst. Daher sei er dem Kolleg zu großem Dank verpflichtet, ohne dessen Bereitschaft zur Zusammenarbeit die ganze Planung nicht hätte in Angriff genommen werden können.

Kollegssportplatz wird verlegt

Mit dem Kollegssportplatz habe die Feuerwehr im topografisch stark eingeschränkten St. Blasien mit seiner Problematik mangelnder respektive als Überschwemmungsgebiet ausgewiesener ebener Flächen endlich einen zukunftsfähigen Standort gefunden. Ebenso werde das DRK am Kreisverkehr am östlichen Ortseingang eine neue praktische und ausgesprochen bedarfsorientierte Heimstatt erhalten.

„Das Ganze ist eine spannende Herausforderung, und ich kann nur allen ein großes Dankeschön sagen für den Mut zu diesem Projekt“, erklärte Probst weiter. Alle Partner seien sich auf Augenhöhe begegnet. Daran, alles passgenau zusammenzufügen, seien auch das Land mit diversen Fördertöpfen, das Landratsamt Waldshut als Genehmigungsbehörde und die Kollegen aus der Stadtverwaltung maßgeblich beteiligt gewesen.