Der letzter Drehtag für den Film „Wann kommst du meine Wunden küssen“ war am Dienstag auf dem Windberghof oberhalb von St. Blasien. Zur Freude der Filmleute spielte diesmal das Wetter mit, vorfrühlingshaft blinzelte die Sonne durch die Wolken, sodass die Schlussszene auf dem Hof, die eigentlich schon eine Woche früher hätte gedreht werden sollen, dann doch noch ohne Schnee in den Kasten wandern konnte. Gleichzeitig waren an diesem Tag Robert Gehring von der Filmförderung Baden-Württemberg, Stefanie Groß, Redakteurin und Talentschmiedin der SWR-Filmreihe „Debüt im Dritten“, sowie ein Fernsehteam vor Ort, das Regisseurin Hanna Doose zum Ablauf ihrer Arbeit interviewte.

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Eines der großen Themen am Set waren die Schwierigkeiten gewesen, die Wetterbedingungen mit der im Drehbuch geforderten Chronologie in Übereinstimmung zu bringen, verriet Hanna Doose im Interview, und auch, dass sie sich Gedanken gemacht habe, wie gut sie mit Maske den Darstellern ihre Intentionen würde vermitteln können.

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Ersteres habe zu diversen Planänderungen geführt, Letzteres sei aber leichter gewesen als gedacht. Zudem habe der abseits gelegene Hof als traumhaft idyllische Kulisse eine einmalige Konzentration auf die Beziehung der Personen zueinander ermöglicht.

Unorthodoxe Arbeitsweise

Auch den Leuten vom Windberghof sprach Regisseurin Doose ein dickes Lob aus, nicht nur für ihre Geduld und Flexibilität, sondern auch für ihre große Unterstützung dabei, das bäuerliche Leben in den einzelnen Szenen naturgetreu darzustellen. Produzenten und Förderer lobten im Gegenzug die unorthodoxe Arbeitsweise der Regisseurin, die auch am letzten Drehtag auf dem Hof nochmals deutlich zu sehen war. Hanna Doose setzt auf Improvisation, eine Art des Filmens, die für die meisten im Team relativ neu war, aber erstaunlich gut funktioniert habe.

Positives Resümee

Die Unterschiede bei den einzelnen Einstellungen am Ende des jeweiligen Tages nochmals durchzugehen, zu diskutieren und letztlich eine Version auszuwählen, sei nicht nur für das Team enorm spannend gewesen, das Ergebnis sei auch für sie überwältigend. „Was ich bisher gesehen habe, hat mich total überzeugt. Die Akteure sind phänomenal überzeugend drin in ihrer Rolle, es wirkt alles vollkommen natürlich“, meinte Redakteurin Stefanie Groß, die Hanna Dooses Arbeitsweise schon während ihres ersten Spielfilms „Staub auf unseren Herzen“, mitverfolgt hatte.