Etwa 70 Menschen aus St. Blasien und der weiten Umgebung haben am Sonntagabend am ökumenischen Gottesdienst mit Pater Ralf Klein, Seelsorgeleiter Pfarrer Jan und dem Organisationsteam auf dem Ziegelfeld teilgenommen. Die Gottesdienstbesucher freuten sich aber auch über die Musik der Gruppe Jubilate Deo und den begleitenden Querflöten von Andrea Wild und Andrea Rudolf.

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Genauso wie die Musik unterstrich das kleine Anspiel mit Renate Kuby-Huber, Michaela Schneider und Georg Gaugler die Besonderheit des Augenblicks unter dem großen Kreuz. Man wolle sich mit den verschiedenen Formen des Segens befassen, betonte Mitorganisator Georg Gaugler, bevor weitere Teammitglieder einstimmten. Segen sei nicht ausschließlich ein religiöses Thema, allerdings sei da meistens von Gott keine Rede, sagte etwa Michaela Schneider: Man wünsche sich eine gesegnete Mahlzeit, spräche vom Geldsegen und so weiter. Andrea Rudolf, Andrea Wild und andere lasen: „Ich bin gesegnet, weil Gott mir viele Talente gegeben hat, weil ich viele Freunde habe oder weil Gott mich liebt“. Im Anspiel vertieften sich Renate Kuby-Huber, Michaela Schneider und Georg Gaugler in die Erfahrungen mit dem Segen. Was komme den Menschen in den Sinn, wenn von Segen gesprochen wird?

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Gaugler erinnerte an Segenswünsche in der Kindheit, von dem Kreuzchen auf die Stirn von der Mutter mit den Worten, behüte dich Gott. Kuby-Huber rief Segnungshandlungen im Laufe eines Lebens ins Gedächtnis, bei der Taufe, zur Hochzeit, den Segen vor der Mahlzeit. So ganz aus der Mode gekommen sei der Segen aber nicht, sagte Michaela Schneider. Es gebe in jedem Menschen ein höheres Empfinden. Dabei denke sie an den Film Star Wars und den Wunsch von der guten Seite: Möge die Macht mit dir sein. Mit dem Blasiussegen könne man die Kinder nicht locken, aber ein Lichtschwert hätten sie schon gerne.

Erleichterung über Lockerungen

Unter der Anleitung von Andrea Rudolf wurden die Gebete und Lieder mit Gesten untermalt. Ein Segen für die Gekommenen war auch, hörte man, dass draußen keine Masken mehr getragen werden und lediglich auf den Mindestabstand geachtet werden musste. Schön sei auch, formulierte es Pfarrgemeinderat Jörg Rudolf, dass wieder ein Chor singen dürfe.

Ebenso freuten sich die Gläubigen über die vom Gottesdienstteam gefertigten Postkarten, die verteilt wurden. Darauf findet sich ein Code, über den man auch im Internet einen Segen abrufen kann.