Das Radon Revital Bad bekommt eine neue Hebeanlage. Das hat der Gemeinderat von St. Blasien mit einer Gegenstimme beschlossen. Nötig wird diese Investition, die nicht im Haushaltsplan vorgesehen ist, weil der Kunststoffbehälter der bestehenden Anlage undicht geworden ist und Abwasser austritt, erläuterte die Stadtverwaltung.

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Installiert ist die Anlage unterhalb des Kellerbodenniveaus, in ihr werden Abwässer des Bades gesammelt und dann mit einer aufgesetzten Pumpe in den Abwasserkanal zur Kläranlage Menzenschwand gepumpt. Die Abwässer kommen sowohl aus den Radonwannen und den beiden Schwallbehältern des Bades als auch aus den Toiletten und Personalduschen im Kellergeschoss.

Die Firma Böhler Antriebstechnik aus Freiburg, so erläuterte Bürgermeister Adrian Probst, habe versucht, das Leck im Behälter abzudichten. Da allerdings der Kunststoff des Behälters altersbedingt durch die starken Vibrationen der Pumpe verformt sei, sei dieser Versuch gescheitert. Ein Ersatzbehälter sei nicht lieferbar.

Die Firma Böhler habe nun ein Angebot für eine neue Hebeanlage abgegeben, die Firma Gerold Schmidt & Klesse aus Bernau würde die Montage übernehmen. Insgesamt soll der Austausch der Anlage rund 14.898 Euro kosten.

Gemeinderätin Alexandra Kistler fragte nach, ob es möglich sei, die Arbeiten zu verschieben. Andreas Fritz wies darauf hin, dass die Abwässer jetzt zum Teil ins Freie geleitet werden und die Umwelt belasten können. Der Bürgermeister und Manfred Leber ergänzten, dass sich dadurch bereits im jetzigen Betrieb eine Geruchsbelastung ergebe, die im ganzen Keller und in den Umkleiden wahrnehmbar sei.

Probst erklärte zudem, dass das Bad für die Arbeiten für drei Tage geschlossen werden müsse. Daher sei es geschickt, sie jetzt zu erledigen, da sowieso kein Normalbetrieb möglich sei. Außerdem verwies er auf die Erfahrung, dass bei verschobenen Arbeiten die neuen Angebote oft teurer sind als die ursprünglichen. Mit einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat dem Austausch der Hebeanlage zu.