Die Feuerwehr ist für Dennis Koso eine Herzensangelegenheit, bereits im Alter von zwölf Jahren trat er in die Jugendfeuerwehr ein. Nun ist die Feuerwehr auch sein Beruf, am 1. Dezember des vergangenen Jahres übernahm er das Amt des hauptamtlichen Feuerwehrgerätewartes in St. Blasien. Seine Aufgabe ist es, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu erhalten, eine Aufgabe, die viele unterschiedlichste Tätigkeiten umfasst.

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Viel leisten müssen die Kameraden der Feuerwehr. Unabdingbar ist, dass sie sich dabei auf ihr Material verlassen können. Die Instandhaltung ist aber mit großem Zeitaufwand verbunden, der für die ehrenamtlich tätigen Kameraden kaum zu leisten ist. Daher hatte die Stadt St. Blasien zu ihrer Entlastung die Stelle eines hauptamtlichen Gerätewarts geschaffen und mit Matthias Müller besetzt.

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Nach dessen Unfalltod im vergangenen Sommer bewarb sich Dennis Koso, bislang beim Bauhof der Stadt St. Blasien beschäftigt, erfolgreich um die neu ausgeschriebene Stelle und ist nun seit 1. Dezember für die Gerätschaften der St. Blasier Feuerwehr mit ihren Abteilungen St. Blasien, Albtal und Menzenschwand zuständig.

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Die Feuerwehr ist für den neuen Gerätewart von Jugend an eine Herzensangelegenheit. In Sachen Feuerwehr bringt er daher jede Menge Erfahrung mit und kennt auch die Mannschaft bestens. Seine Aufgabe ist es nun, die technischen Geräte der Feuerwehren einsatzfähig zu erhalten, was mit vielen sehr unterschiedlichen Anforderungen verbunden ist. Täglich gilt es, im Feuerwehrgerätehaus alles auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Auch auf Gebäude und Umgebung hat Koso ein Auge. Je nach Gerät sind in Abständen zwischen einem Monat und einem Jahr Fahrzeuge, Atemschutzgeräte, Schläuche, hydraulische Rettungsgeräte und Leitern zu prüfen.

Der Atenschutz

Viel Zeit nimmt die Arbeit in der Atemschutzwerkstatt in Anspruch, Atemschutzmasken müssen nach Einsätzen gereinigt, desinfiziert, geprüft und verpackt, die Atemluftflaschen aufgefüllt werden. Und das nicht nur für die Atemschutzausrüstung aus den Abteilungen St. Blasien, Albtal und Menzenschwand, auch für die Feuerwehren aus anderen Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes St. Blasien übernimmt Koso diese Aufgabe.

Schläuche und Kleidung

Nach Einsätzen gilt es ferner, die Schläuche zu reinigen zum Trocknen im Schlauchturm aufzuhängen und den Druck zu prüfen. Ferner ist die Schutzausrüstung der Kameraden zu überprüfen und die Einsatzkleidung, die auf jeden Fall nach jedem Brand gereinigt werden muss, zum Waschen zur Todtmooser Feuerwehr zu bringen und wieder abzuholen. Nicht zu vergessen ist die Dokumentation, für die Koso ebenfalls verantwortlich zeichnet. „Die Bürokratie nimmt im Feuerwehrwesen immer mehr zu“, erklärte Kommandant Tobias Schneider. Darüber hinaus übt Koso auch weiterhin seinen ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehrmannschaft aus.

Entlastung und Unterstützung

„Der hauptamtliche Gerätewart ist eine unglaubliche Entlastung für Ehrenamtliche und Kommando“, sagt Kommandant Schneider und fährt fort, wichtig sei, dass immer ein Ansprechpartner zur Verfügung stünde. Aber auch Koso wird unterstützt von den Ehrenamtlichen, insbesondere nach großen Einsätzen. „Allein ist die Arbeit gar nicht zu schaffen“, sagt Schneider. Und Koso nennt ein Beispiel: „Nach großen Löscheinsätzen gilt es, zwei Kilometer Schlauchmaterial zu waschen und zu überprüfen, allein würde ich da total untergehen.“