Am heutigen Dienstag beginnen die Prüfungen der Real-, Werkreal- und Hauptschüler der Fürstabt-Gerbert-Schule. Für die Verantwortlichen der Schule und die Lehrer sind die Prüfungen mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden. Erneut konnten auch in diesem Jahr die Abschlussprüfungen nicht wie gewohnt stattfinden.

Aber zumindest konnten die Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht auf die Prüfungen vorbereitet werden. Und die Prüfungstermine wurden um wenige Wochen nach hinten verschoben, so dass die Schüler zusätzlich die Pfingstferien zum Lernen nutzen konnten. In der Fürstabt-Gerbert-Schule stand am Freitag der vergangenen Woche ein Corona-Selbsttest an, den die Abschlussschüler unter Aufsicht von Schulleiterin Susanne Schwer und Hausmeister Michael Iorillo machten.

Man habe den Testtermin auf den Freitag festgelegt, um so im Falle von positiven Tests noch rechtzeitig eine Bestätigung des Testergebnisses durch einen PCR-Test in die Wege leiten zu können, so Schulleiterin Schwer. Die Prüfungen selbst finden in den Räumen der ehemaligen Wirtschaftsschule (Willi-Ziegelmeier-Haus) mit jeweils zwischen 13 und 15 Schülern pro Raum statt, die Klassen werden geteilt.

Es herrscht mit Ausnahme von Trinkpausen Maskenpflicht während der Prüfungen. Extra-Räume stehen für Schüler, die nicht getestet wurden und solche, die von der Maskenpflicht befreit sind oder keine solche tragen dürfen, zur Verfügung.

Um den Schülern entgegenzukommen, hatte das Kultusministerium die Prüfungszeit um zwischen 15 und 30 Minuten, je nach Dauer der angesetzten Prüfung, verlängert. Landeskultusministerin Theresa Schopper hatte die Lehrer zudem angehalten, die Bewertung der Prüfungsleistungen mit besonderem pädagogischem Augenmaß vornehmen.

Pro Prüfungsraum werden zwei Lehrer die Aufsicht führen, zwischen 25 und 30 Mitglieder des Kollegiums werden mit der Aufsicht befasst sein. Nach jeder Prüfung steht ein erneuter Selbsttest unter Aufsicht an. Für den Fall eines positiven Tests müsse das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt abgeklärt werden, erklärte Susanne Schwer.

Jeweils zwei Prüfungen stehen in dieser und der nächsten Woche an. Anders als in vergangenen Jahren wird es zwischen den Prüfungstagen keinen Präsenzunterricht geben, die Abschlussschüler werden vielmehr im Fernunterricht unterrichtet, so die Schulleiterin der Fürstabt-Gerbert-Schule. Was die Schüler betrifft, verhielten sich diese nicht anderes als in vergangenen Jahren: Die einen seien sehr nervös, andere supercool.

Für Hausmeister Michael Iorillo ist die Prüfungszeit ebenfalls mit Mehrarbeit verbunden: Nach den Prüfungen ist es an ihm, die Räume wieder für den Unterricht und dann wieder für die Prüfungen vorzubereiten. Die mündlichen Prüfungen an der Fürstabt-Gerbert-Schule sind für den 15. und 16. Juli geplant, am 23. Juli steht dann die Schulentlassung an. Die Verabschiedung der Schüler wird wie auch im vergangenen Jahr voraussichtlich klassenweise erfolgen, kündigte die Schulleiterin an.

„Die Zeit macht sich bemerkbar“, sagte Schulleiterin Susanne Schwer rückblickend auf die vergangenen Monate in Hinblick auf Schulleitung und Lehrerkollegium und meinte damit die sich ständig ändernden Verordnungen, nicht zuletzt in Hinblick auf die anstehenden Prüfungen, und den damit verbundenen organisatorischen Aufwand. Aber auch die Belastungen durch den Wechselunterricht und das Bemühen, allen gerecht zu werden sei spürbar, sagte Schwer.