Dass die Schule eine neue Halle bekommt, sei längst überfällig, erklärte Bürgermeister Adrian Probst am Mittwoch bei einem Pressetermin. Die Halle habe erhebliche bauliche Mängel, sei nicht zeitgemäß ausgestattet und viel zu klein. „Hier können gerade mal 30 Sportstunden pro Woche stattfinden, 22 Schulstunden müssen im Kur- und Sporthaus in Häusern gegeben werden.“

Tatsächlich habe der Sporthallenersatzbau seit 20 Jahren auf der Agenda aller Bürgermeistermeisterkandidaten gestanden, der Neubau sei aber zu keiner Zeit finanzierbar gewesen. Durch die zugesagten drei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur Förderung der Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Jugend, Sport und Kultur (SJK) sei ein Ersatzneubau jetzt erstmals vorstellbar geworden, sagte Adrian Probst.

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Zusätzlich zu den drei Millionen Euro vom Bund rechnet Probst mit weiteren zwei Millionen Euro aus dem Ausgleichsstock und 600.000 Euro aus der Sportstättenförderung. Damit läge der Eigenanteil der Stadt bei 5,3 Millionen Euro. Eine weitere Million Euro könnte man laut Adrian Probst einsparen, wenn man statt einer Mehrzweckhalle lediglich eine Sporthalle baut. Bleiben noch gut vier Millionen Euro, die die Stadt selbst aufbringen müsste. „Damit wären wir in einem Bereich, der uns enorm fordert, auch über Jahre hinaus“, so Probst.

Doch welche der Vorhaben könnte man Adrian Probsts Meinung nach am ehesten in die Zukunft verschieben oder sogar aufgeben? „Eine schlechte Straße kann unter Umständen auch ein Jahr länger warten, auch die Sanierung des Rathauses, die insgesamt mindestens eine Million Euro kosten würde“, sagte Probst. Bei den Sanierungsplänen für den Sanagarten müsse man warten, bis die Förderkulisse stimmt. „Es ist auch zu überdenken, wie viele Immobilien die Stadt zukünftig noch vorhalten will und kann.“

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Die in Aussicht stehenden Fördermittel für die Sporthalle sieht er als historische Chance, die man beim Schopf packen müsse. Vorbereitet habe er diese Chance in vielen Gesprächen, die er in und mit Berlin und Stuttgart geführt hat, wie er sagte. Gleichwohl bleiben die zahlreichen Bau- und Sanierungsprojekte auf der Agenda der Stadt – die Liste ist lang: Neubau des Kindergartens, Sanierung des Bestandskindergartens Arche Noah, Breitbandausbau, Restrukturierung des Radonbads und des Skigebiets Feldberg, um einige zu nennen.

Und es warten weitere: Sanierung des Sanagartens, Waldumbau mit Blick auf den Klimawandel, das Interkommunale Gewerbegebiet Bernau-Menzenschwand, Hochwasserschutz und andere mehr.

Mit dem Verkauf des Grundstücks beim Kugelrain-Areal an Lidl könne man etwas davon voranbringen Aber: „Alles werden wir uns nicht leisten können – das muss klar sein, wir müssen Prioritäten setzen“, so Bürgermeister Probst. Dazu haben am 21. September dann die St. Blasier Gemeinderäte das Wort – und die Wahl.

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