Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Christinnen in der Bewegung des Weltgebetstags. Immer am ersten Freitag im März beschäftigt sich der Weltgebetstag mit der Situation von Frauen eines anderen Landes. In diesem Jahr steht Vanuatu im Mittelpunkt. Der Staat besteht aus einer Inselgruppe im Pazifischen Ozean. Trotz der Corona-Pandemie wird es auch in diesem Jahr Gottesdienste zum Weltgebetstag geben – in der evangelischen Christuskirche in St. Blasien und in Bernau.

Der Weltgebetstag hat eine lange Geschichte: In den vergangenen 130 Jahren entwickelte er sich zur größten Basisbewegung christlicher Frauen über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg. Heute wird der Weltgebetstag in mehr als 150 Ländern weltweit begangen. Thema des Weltgebetstages ist jeweils die Lebenssituation von Frauen eines bestimmten Landes.

Das Land

In diesem Jahr haben Frauen aus Vanuatu den Gottesdienst vorbereitet. Der Inselstaat liegt nordöstlich von Aus­tralien und besteht aus 83 Inseln. Das Land, in dem 110 Sprachen gesprochen werden, sei in besonderem Maße den Naturgewalten und dem Klimawandel ausgesetzt. Auch die Gewalt gegen Frauen sei ein großes Problem, wissen die Weltgebetstags-Organisatorinnen in der Region.

Die Frage

„Worauf bauen wir?“ So lautet die Frage, mit der sich Frauen und Männer beim Weltgebetstag beschäftigen werden. Allerdings in anderer Form als gewohnt, denn die Einschränkungen in der Corona-Pandemie setzten auch den Gottesdiensten Grenzen.

Die Künstlerin Juliette Pita greift die Situation auf, als der Zyklon Pam 2015 über Vanuatu hinweg zog. Ihr Motiv ist das Titelbild zum Weltgebetstag.
Die Künstlerin Juliette Pita greift die Situation auf, als der Zyklon Pam 2015 über Vanuatu hinweg zog. Ihr Motiv ist das Titelbild zum Weltgebetstag. | Bild: Juliette Pita
  • St. Blasien: In St. Blasien hat ein Team, dem fünf Frauen aus der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde angehören, den Gottesdienst vorbereitet. Beginnen wird er am Freitag, 5. März, um 18.30 Uhr in der evangelischen Christuskirche in St. Blasien. Die üblichen Regeln gelten auch an dem Abend und die Zahl der Gottesdienstbesucher ist auf 35 beschränkt.

Die Besonderheiten

Grundlage des Gottesdienstes ist die Weltgebetstagsordnung der Frauen aus Vanuatu, die allerdings etwas gekürzt wurde. Die Weltgebetstagslieder werden von einer Sängerin, begleitet von Instrumentalisten, vorgetragen. Am Ausgang erhält jeder Besucher eine Samentüte. Es wird um eine Spende gebeten, mit der in dem Staat mit rund 300.000 Einwohnern Not gelindert werden soll.

  • Bernau: In Bernau beginnt eine Andacht ebenfalls um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche. Eingeladen sind wie jedes Jahr auch die Frauen aus Todtmoos. Vier Frauen haben die Andacht vorbereitet, auf weitere Helfer verzichtete man in diesem Jahr. Die Organisatorinnen werden die Texte mit verteilten Rollen lesen, die Lieder werden, da gemeinsames Singen derzeit nicht erlaubt ist, vom Band eingespielt, sagte Heidrun Spitz vom ökumenischen Vorbereitungsteam. Verzichtet werden muss darüber hinaus auch auf das anschließende Beisammensein mit Imbiss.
  • In Dachsberg, Höchenschwand und Häusern finden in diesem Jahr keine Präsenzgottesdienste anlässlich des Weltgebetstagss statt. In Höchenschwand und Häusern wird auf einen Fernsehgottesdienst (Bibel-TV) verwiesen, der um 19 Uhr beginnt. Dafür werden in den Kirchen sowie im Einkaufsladen die Gottesdienstordnungen zum Mitfeiern am Bildschirm ausgelegt.