Die evangelische Christusgemeinde St. Blasien hat bald wieder eine Pfarrerin: Lisa Rudzki aus Lörrach wird ihren Dienst Anfang März antreten, wie der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Andreas Fritz, am Sonntag im Gottesdienst der Gemeinde bekanntgab.

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Er freue sich über die Lösung, sagte Fritz im Gespräch. Die Kirchengemeinde profitiere jetzt von einem neuen Konzept der Evangelischen Landeskirche in Baden. Schon vor einiger Zeit habe der Kirchengemeinderat (KGR) zusammen mit der Dekanin des Kirchenbezirks Hochrhein, Christiane Vogel, mit der jungen Theologin gesprochen, aber erst am 20. Januar habe der Oberkirchenrat (EOK) in Karlsruhe den Wechsel nach St. Blasien mit dem Arbeitsvertrag besiegelt. Für die Christusgemeinde laufe es derzeit richtig gut, sagt Fritz erfreut. Das Pfarrhaus wird fertig und eine neue Pfarrerin zieht gleich ein. So habe es sich die Gemeinde gewünscht.

Vorerst ist ihre Tätigkeit in St. Blasien auf zwei Jahre ausgelegt, funktioniere es zwischen Kirchengemeinde und Pfarrerin aber gut, werde sie auch darüber hinaus wohl hierbleiben, sagt KGR-Vorsitzender Fritz.

Ordination Ende Februar

Lisa Rudzki werde als Pfarrerin im Probedienst nach St. Blasien kommen, erläutert Dekanin Vogel. Nach dem Studium habe die 28-Jährige ihr Lehrvikariat in Weinheim absolviert und das zweite Examen bestanden. Am 28. Februar wird sie in Weinheim ordiniert (Einsetzung einer Pfarrerin oder eines Pfarrers in sein Amt). „Sie kommt als komplett fertige Pfarrerin“, sagt die Dekanin.

Dennoch werde sie noch von Pfarrer Markus Wagenbach aus Höchenschwand begleitet und in der Verwaltung der Kirchengemeinde unterstützt. Es sei also die erste „fast selbstständige Pfarrstelle“ der gebürtigen Lörracherin. Nach dem zweiten Examen könne man schon sehr viel, sagt Vogel, doch man müsse Erfahrung sammeln.

Dass Lisa Rudzki nach St. Blasien kommt, sei einem neuen Verfahren des EOK zu verdanken. Der gebe eine Liste mit möglichen Stellen für den Probedienst aus und die jungen Theologen könnten drei Favoriten benennen. Für Lisa Rudzki und ihren Ehemann sei St. Blasien die erste Wahl gewesen – 24 Gemeinden standen zur Auswahl (wir berichten noch).

Bilanz in zwei Jahren

„Wir haben natürlich die große Hoffnung, dass es passt und sie im Bezirk festwächst“, sagt Christiane Vogel. Aber nach Ablauf des Probedienstes in zwei Jahren werden sowohl die Pfarrerin und auch der Kirchengemeinderat der Christusgemeinde Bilanz ziehen. Fällt die positiv aus, werde aus der Pfarrerin im Probedienst die Pfarrerin der evangelischen Christusgemeinde.

Nach ihrem Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg und Göttingen folgte das 24 Monate dauernde Lehrvikariat in der Petersgemeinde Weinheim in der Nähe von Heidelberg.