Mit wichtigen Bauprojekten befasst sich die Stadtverwaltung in diesem Jahr. Außer dem Kindergartenbau, der im Frühling beginnen soll, geht es vor allem ums Planen und Verhandeln: Was passiert auf dem Kroneareal, wie sind die Rahmenbedingungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus und wo entsteht eine neue Rettungswache. Wichtige Schritte konnte die Verwaltung beim Feuerwehr- und auch beim Hotelprojekt schaffen.

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Grundsätzlich steht die Einigung: Die Stadt kann auf einer Fläche des Kollegs St. Blasien am Rande des Sportplatzes des Kollegs einen Neubau für die Feuerwehr errichten. Angestrebt werde von beiden Seiten ein Erbpachtvertrag, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Längere Zeit war darüber diskutiert und nachgedacht worden, ob die Stadt das Gelände vom Kolleg-Trägerverein kauft oder eben in Erbpacht nutzt.

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Mit drei möglichen Gebäudekonzepten befasse sich die Stadtverwaltung zusammen mit einem Architekten und auch der Feuerwehrführung – auf alle Fälle werde das neue Feuerwehrhaus zwischen fünf und sechs Millionen Euro kosten, sagte Probst im Gespräch. Die Planungsarbeiten sollen zunehmend intensiviert werden, es gehe nun auch um Feinheiten, zum Beispiel den Raumplan. Der Grundriss stehe schon fest. Den Neubau des Gerätehauses will die Stadt im kommenden Jahr verwirklichen. Es sei noch viel zu prüfen und „Geld braucht‘s auch noch“, sagte Probst. Ein Förderantrag soll noch in dieser Woche gestellt werden. Außerdem werde die Stadtverwaltung auch noch mit dem Regierungspräsidium über Mittel aus dem Ausgleichsstock sprechen. In der Öffentlichkeit könne man von dieser Entwicklung wenig sehen, aber „da kann man echt von einem Umbruch sprechen“.

Platz für Neubau des Lidl-Marktes

Mit der Verwirklichung des Feuerwehrneubaus werde Platz für einen Neubau des Lidl-Marktes geschaffen. Verschiedenen Großprojekte in der Stadt sind miteinander verbunden: Um den Feuerwehrneubau stemmen zu können, bräuchte die Stadt den Erlös aus dem Verkauf des Kroneareals. Dort, so der Wunsch von Stadtverwaltung und Gemeinderat, sollte ein großes Hotel entstehen. Nachdem ein vor einigen Jahren gefundener Investor nicht mehr zur Verfügung steht, besteht nun wieder Hoffnung, dass aus dem Traum Wirklichkeit wird. Es sei schon ein notarieller Vertrag über eine Kaufoption geschlossen worden. Wenn der mögliche Investor bestimmte Voraussetzungen erfüllt hat, kann er das Areal kaufen. Die Option sei zeitlich befristet, erläuterte Probst.

Bis zum Ablauf der Frist könne der Interessent planen und einen Bauantrag erarbeiten und stellen. Ab Erteilung der Baugenehmigung bleiben dem Investor sechs Monate Zeit, um die vier Flurstücke (einschließlich des Gebäudes des ehemaligen Gasthauses „Krone“) tatsächlich zu erwerben, danach eine festgeschriebene Zeit, um zu bauen. Die Stadt müsse einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg bringen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres solle das Projekt auch öffentlich im Gemeinderat präsentiert werden. Der Stadt gehe es bei dem erhofften Hotelprojekt nicht nur um die äußere Gestaltung des Bauwerks, sondern auch um das Konzept. Gelingen alle diese Projekte, der Hotelneubau, die Neubauten für die Feuerwehr und das Rote Kreuz sowie der Neubau eines Lidl-Marktes in Nachbarschaft zum Schmidts-Markt, würde das eine Aufwertung der Stadt bedeuten, sagte Probst.