Zu einer Informations- und Gesprächsrunde hatte der SPD-Landtagskandidat Walter Krögner am Dienstagabend in die Gaststätte Silva Nigra eingeladen. Zum Thema Energiewende nahm Krögner die Grün-Rote Landesregierung bei der kleinen Runde in Schutz. Dass etwa bei der Windkraftnutzung im Schwarzwald nicht so viel gegangen sei, wie es sich manche erhofft haben, liege auch daran, dass bei der Ausweisung der Standorte für Windkraftanlagen Naturschutzbelange stärker einbezogen würden. Es dürften nicht nur die menschlichen Interessen im Vordergrund stehen. „Die Daseinsvorsorge gehört in öffentliche Hand“, positionierte sich Krögner klar, auch in der Frage des Breitbandausbaus. „Ich finde es wunderbar, dass sich Kommunen zusammentun“, lobte er die derzeit auch vor Ort laufende Gründung von Zweckverbänden.

Ein Bernauer Bürger wollte von Krögner wissen, ob dieser konkrete Visionen habe, wie sich seine Gemeinde im ländlichen Raum stabil aufstellen könnte. Krögner riet auf jeden Fall zu mehreren Standbeinen, wie etwa die Holzindustrie in Bernau eines sei. Beim Thema Tourismus gehe es darum, nicht nur auf ein Pferd, etwa den Wintersport, zu setzen. Als gutes Beispiel nannte er das erfolgreiche Badeparadies in Titisee-Neustadt. Auch wenn seine Partei nicht für den Steuernachlass für die Hotellerie gewesen sei, finde er solche Anreize, die ein Anreiz für Investitionen, vernünftige Arbeitsbedingungen und vernünftige Preise sein könnten, gar nicht schlecht. Er könne sich auch Förderprogramme in dieser Richtung vorstellen. Im Bereich der Landwirtschaft folgte er nicht der Kritik eines Gastes an den Subventionen.

Gerade im Schwarzwald übernehme die Landwirtschaft auch die Landschaftspflege, die wiederum auch dem Tourismus nutze. Unter diesen Bedingungen sei es gar nicht möglich, kostendeckend zu produzieren. Ebenfalls müsse unbedingt daran festgehalten werden, die Bio-Landwirtschaft zu fördern. Auch zu den politischen Entwicklungen durch den Zustrom von Flüchtlingen nahm Krögner klar Stellung: „Im ländlichen Raum ist jeder Flüchtling ein Frequenzbringer, das Ganze ist ein einziges Konjunkturprogramm“, formulierte er pointiert.