Mit Svetlana Schramm als neuer stellvertretender Vorsitzender geht der Verein für Landschaftspflege Menzenschwand in die kommenden drei Jahre. In der Hauptversammlung am Mittwoch wurden die anderen Vorstandsmitglieder um die Vorsitzende Anja Kaiser im Amt bestätigt. Den kleinen, aber aktiven Verein plagen Personalsorgen, lediglich sechs Aktive leisten derzeit die zeitintensive Arbeit. Und das Fehlen einer Lobby wird beklagt.

Geißen, Esel und Alpakas betreut der Menzenschwander Landschaftspflegeverein.
Geißen, Esel und Alpakas betreut der Menzenschwander Landschaftspflegeverein. | Bild: Christiane Sahli

Wenig Änderungen ergaben die Vorstandswahlen beim Landschaftspflegeverein. Neue stellvertretende Vorsitzende ist die bisherige Schriftführerin Svetlana Schramm. Sie folgt dem im Januar verstorbenen Hans-Wilhelm Peters im Amt nach und wird zudem das Amt der Schriftführerin kommissarisch weiterführen. Die Vorsitzende Anja Kaiser, Kassierer Karl-Heinz Faller, Zuchtwartin Sigrid Schramm und Weidewart Yannic Kaiser wurden im Amt bestätigt.

Zeitaufwendige Arbeiten

Der Mitgliederschwund bereitet dem Landschaftspflegeverein große Sorgen, nur noch sechs Aktive leisten die zeitaufwendigen Arbeiten. Schwierig sei, Nachwuchs zu finden, da man mit Tieren arbeite, sei regelmäßige Anwesenheit erforderlich, so die Vorsitzende.

Gute Arbeit im Vorjahr

Trotz der geringen Mitgliederzahl wurde im vergangenen Jahr wieder gute Arbeit geleistet. Ein Höhepunkt war die Eröffnung des vom Verein anlegten Bienenlehrpfades, darüber hinaus standen neun Eseltouren und zwei Besuche mit Eseln im Luisenheim auf dem Programm. Und natürlich galt es, die neun Geißen, acht Esel und zwei Alpakas des Vereins zu versorgen, die Weidezäune auf- und abzubauen und die Flächen des Verein zu enthursten.

Ortsvorsteher dankt für Engagement

Probleme gab es hinsichtlich der Weide am Mösle, der Hang wird auch von der in Menzenschwand ansässigen Flugschule genutzt. Daher konnte die Weidefläche in dieser Weidesaison lediglich 28 Tage genutzt werden, sagte Anja Kaiser. Sie bedauerte ferner die, wie sie sagte, fehlende Lobby in der Gemeinde. Als Beispiel nannte sie den Landschaftspflegetag im vergangenen Jahr, bei dem auf Einladung der Stadt St. Blasien und des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) die Weidfläche zweier Landwirte enthurstet wurden. Am selben Tag hätten die Mitglieder des Vereins ihre Flächen enthurstet, ihnen seien aber keine Helfer zur Verfügung gestellt worden, obwohl mehr Helfer vor Ort gewesen seien als erwartet, so die Vorsitzende. Ortsvorsteher Joachim Gfrörer dankte dem Verein für sein Engagement für die Offenhaltung der Landschaft trotz der wenigen Mitglieder, seinen Dank habe er dem Verein im übrigen auch beim Herbstmarkt ausgesprochen, fuhr er fort und versprach, sich bei verschiedenen Stellen, unter anderem dem LEV, um Unterstützung für den Verein zu bemühen.

Bericht über Verein im Kreisjahrbuch

Aus den Reihen der Versammelten wurde zudem ein Landschaftspflegetag der Gemeinde angeregt, um den Verein bei Enthurstungsmaßnahmen zu unterstützen. Eine kleine Einschränkung in Sachen Lobby machte Anja Kaiser aber doch: Was die Arbeit des kleinen Vereins betreffe, habe man doch Gehör gefunden, denn über den Verein werde es im Kreisjahrbuch zum Thema Ehrenamt einen Bericht geben, sagte sie.