Einen Berufsinformationsabend haben Schüler der Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien und deren Eltern im Kurhaus Menzenschwand erlebt. 22 Unternehmen präsentierten sich und die Berufe, in denen sie ausbilden. „Es war wirklich ein guter Abend“, sagt Schulleiterin Susanne Schwer. Immer größer sei das Angebot seit der Premiere im Jahr 2003 geworden, als die Bors-Abende (Berufsorientierung an Realschulen) noch im Schulgebäude ausgerichtet wurden.

Vor 17 Jahren habe sich die Fürstabt-Gerbert-Schule auf den Weg gemacht, „der Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler große Bedeutung zu schenken und diese mit vielen verschiedenen Angeboten zu fördern und zu unterstützen“, sagte Schwer bei der Begrüßung. Viele Teilnehmer seien von Anfang an dabei, die Veranstaltung biete Schülern und Eltern eine „bunte Mischung an Betrieben, Firmen und Praxis“ und Behörden.

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Kurzweilig sei die Vorstellung der Teilnehmer gewesen, sagt die Schulleiterin, sie habe viele positive Rückmeldungen erhalten. „Es war richtig was los“, sagt ein Vertreter eines Unternehmens – manch einer habe das Gefühl gehabt, dass das Interesse sogar stärker als in den Vorjahren gewesen sei. Beeindruckend seien viele Unternehmensauftritte gewesen, die Stände der Betriebe und anderer Teilnehmer seien aufwendig gestaltet worden, die Informationen wurden interessant präsentiert, sagt Schwer erfreut.

Über viele Berufe, zum Beispiel über den des Schornsteinfegers, konnten sich die Schüler informieren.
Über viele Berufe, zum Beispiel über den des Schornsteinfegers, konnten sich die Schüler informieren. | Bild: Susanne Schwer

Die Schüler hatten von ihrer Schule wieder einen Fragebogen erhalten, der sie dabei unterstützte, die vielen Berufsbilder zu erkunden. Auch konkrete Absprachen wurden getroffen, weiß Susanne Schwer: Manche Schüler nutzten den Abend im Kurhaus in Menzenschwand, um mit einem Betrieb ein Praktikum zu vereinbaren.

Viel Lob für die Veranstaltung gab es auch von St. Blasiens Bürgermeister Adrian Probst: „Kompliment zu einer vollen Halle und einer wertvollen Veranstaltung. Unsere Region braucht gut ausgebildete Fachkräfte in allen Berufen“, sagte er. Auch Otfrid Eckert von der Kreishandwerkerschaft Lörrach lobte die Veranstaltung. „So ein Abend ist nicht selbstverständlich“, sagte er.

Nach den vielen Informationen an den Ständen in Menzenschwand, können Schüler und Eltern nun auch die Unternehmen direkt erleben. Zwei Betriebsbesichtigungen täglich sind bis 10. Februar geplant, sagt die Schulleiterin. Die Berufsinformationsabende seien wichtig, denn „die Ausbildung unserer Jugend ist eine unserer vorrangigen Aufgaben, wenn wir alle eine gute Zukunft haben wollen. Fach- und Spitzenkräfte, die wir so dringend brauchen, fallen nicht vom Himmel“. Angesichts von 450 Ausbildungsberufen und etwa 19 000 Studiengängen in Deutschland sei eine Orientierungshilfe wichtig. Dabei solle der Informationsabend auch zeigen, „dass eine Ausbildung eine gleichwertige Alternative zum Studium ist, die viele Möglichkeiten eröffnet“.