Ein neues Einlass-Management-System soll das Radon Revital Bad in Menzenschwand bekommen. Mit Hilfe der neuen Technik sollen die Mitarbeiter entlastet und die Einlasskontrolle deutlich verbessert werden. Badgeschäftsführer Bernhard Meyer erwartet in der Folge eine Steigerung der Einnahmen.

Förderantrag für Investitionen

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen, dass der Beirat der Bad-GmbH die Geschäftsführung ermächtigt, einen Förderantrag für die Investition zu stellen. Außerdem soll die Stadt für die Kofinanzierung Mittel im Haushalt des kommenden Jahres zur Verfügung stellen. Der Zugang zum Bad solle neu organisiert werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Im Mittelpunkt der Investition stehe ein Drehkreuz sowie ein Kassen-Kontroll- und Managementsystem. In diesem Zusammenhang werde die Technik auf den derzeit aktuellen Stand gebracht.

Besucher erhalten Schlüssel, der Informationen speichert

Bislang erfolge die Einlasskontrolle analog, das System sei aber problematisch. In Zukunft sollen die Badbesucher dann einen Schlüssel erhalten, auf dem alle Informationen gespeichert sind: Wann wurde das Bad betreten, wurden zusätzliche Leistungen in Anspruch genommen, was muss der Kunde vor dem Verlassen des Bades noch bezahlen? Im Zuge dieser Investition sollen auch alle 63 regulären Schränke und auch die 30 kleineren Notschränke neue Schlösser erhalten, die ebenfalls mit dem neuen System verbunden werden. Die Mitarbeiter könnten dann stets sehen, wie viele Schränke noch zur Verfügung stehen, denn die seien „der limitierende Faktor“, erläuterte Meyer. Die neue Technik werde die Arbeit effektiver machen, das Personal werde entlastet, sagte der Geschäftsführer. Durch die verbesserte Organisation erwartet er eine Steigerung der Einnahmen.

Geschwindigkeit und Sicherheit

„Das neue System bringt Geschwindigkeit und Sicherheit“, unterstrich Bürgermeister Adrian Probst die Notwendigkeit der Investition von bis zu rund 167 000 Euro. Bernhard Meyer erwartet einen Förderungsanteil von rund 84 000 Euro aus der Tourismusförderung des Landes.

Investitionen für Weiterentwicklung

Wenn man das Bad weiterentwickeln wolle, müsse man investieren, sagte Gemeinderat Christoph von Ascheraden. Dem stimmte auch Uwe Kaiser zu, fragte jedoch, ob die Kofinanzierung zu stemmen sei. Was bringe die Neuerung dem Unternehmen, könnten zum Beispiel Überstunden reduziert werden, fragte er. Die moderne Einlasskontrolle wäre eine „massive Entlastung“, wiederholte Bernhard Meyer.

Nach dem Zeitplan gefragt, erläuterte der Geschäftsführer des städtischen Unternehmens, dass Zuschussbescheide um die Fastnachtszeit 2019 erwartet werden. Mit Glück könnten die Arbeiten dann Ende des Jahres 2019 erledigt sein – die übliche Revisionszeit sollte für den Umbau ausreichen.