Wie Staufens Ortsvorsteher Peter Morath im Rahmen der Bürgerversammlung mitteilte, sei die Zahl der Wanderer seit Eröffnung des Rappenfelsensteiges enorm gestiegen. Weil der Startpunkt mitten im Ort liegt, sei hier an den Wochenenden und in den Ferien die Zahl der parkenden Autos enorm. Ein Problem stellt für den Ortsvorsteher allerdings das Fehlen einer öffentlichen Toilette dar. Ein schon letztes Jahr im Haushalt eingestellter Betrag stehe dafür zur Verfügung, versicherte er. Laut Plan soll das bestehende Buswartehäuschen in Staufen entfernt und durch ein größeres, mit integrierter WC-Anlage und überdachtem Bereich mit Sitzgelegenheit, ersetzt werden. 

Mithilfe der Bürger

„Das Ganze soll durch die Mithilfe der Bürger umgesetzt werden“, kündigte Peter Morath an. „Wir haben im Ort schon vieles gemeinsam geschaffen und ich denke, dass dies auch Motivation sein könnte, unser Dorf bei den Besuchern in angenehmer Erinnerung zu behalten“, argumentierte er. Als Positivbeispiel führte er das auf Initiative von Theo Isele bei der Bulgenbacher Kapelle entstandene Toilettenhäuschen an, das allein mit ein paar Helfern und auf Spendenbasis erstellt wurde. „Das Ganze hat die Gemeinde keinen Cent gekostet“, rief der Ortsvorsteher dieses vorbildliche Bürgerengagement in Erinnerung.

Wehr auf neuesten Stand der Technik

Peter Morath, der selbst Abteilungskommandant ist, nahm auch die Belange der Freiwilligen Feuerwehr ins Visier. Seit 20. Dezember seien alle Abteilungen auf Digitalfunk umgestellt worden, was bedeutet, dass alle Fahrzeuge Digitalfunk und die Gerätehäuser – auch in Staufen und Mettenberg – eine Feststation erhalten haben. „Wir sind hier nun auf dem neuesten Stand der Technik, der die Gemeinde eine Menge Geld gekostet hat“, stellte er fest und betonte, dass sich die Abteilung sicher über neue Mitglieder freuen würde, egal welchen Alters oder Geschlechts. Obwohl sich die Gemeinde die Sicherheit ihrer Bürger sehr viel Geld kosten lasse, könne alles aber nur dann funktionieren, wenn auch jeder seinen Beitrag dazu leistet.

Schulungsabend schlecht besucht

In diesem Zusammenhang fiel Peter Morath noch ein Wort zum Defibrillator ein, der sich im Eingangsbereich des Bürgerhauses befindet und der schlussendlich 1500 Euro gekostet hat. Da das Gerät in einem rund um die Uhr zugänglichen Bereich installiert wurde, musste der Eingang eigens dafür umgebaut werden, was noch teurer war als der Defibrillator. Um den Bürgern den richtigen Umgang damit beizubringen, wurde vom DRK-Ortsverein extra ein Schulungsabend veranstaltet. Es sei aber dann doch enttäuschend gewesen, zu sehen, wie wenig Interesse daran bestanden habe. Die Mitglieder der Feuerwehr abgezogen sei nicht mehr viel übriggeblieben, kritisierte Morath.