St. Blasien (bin) Mit zwei Konzerten am Freitag, 16. August, und am Samstag, 17. August, feiert das Festival am Dom sein Debüt. Das neue Festival startet am Freitag mit „The Music of Hans Zimmer & More – A Celebration of Film Music“. Dabei dürfen Besucher sich auf weltbekannte Klassiker der Filmmusik freuen, als symphonisches Livekonzert mit Orchester, Chor, Solisten und einer Lichtinzenierung. Mit seinen großen Klangwelten hat der deutschstämmige Komponist Hans Zimmer, mehrfacher Oscar-, Golden Globe- und Emmy-Gewinner, Kassenschlagern wie Rain Man, Gladiator, Batman, König der Löwen, Mission Impossible und Fluch der Karibik zu Erfolg und emotionaler Wirkung verholfen.

Das Publikum wird auch interessante Hintergrund-Storys erfahren, etwa, wie Hans Zimmer den Anfang von Gladiator mit Ridley Scott komplett veränderte. Oder wie er in den Gesangstext zu König der Löwen in der Landessprache eine Botschaft gegen Apartheid schmuggelte und dem großen Disney-Konzern erzählte, es ginge um Schmetterlinge.

Eine aufwändige Lasershow, Projektionen sowie Einspielungen von ausgewählten Filmsequenzen tragen dazu bei, den Konzertabend zu einem großartigen audiovisuellen Erlebnis zu machen. Einen Tag später, am Samstag, wird das Publikum auf dem Domplatz in die fantastische Welt von Mittelerde entführt.

J.R.R. Tolkiens Meisterwerke „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ sind spätestens seit den Verfilmungen von Peter Jackson, die zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehören, wieder in aller Munde. Nun kommen die Abenteuer von Frodo und Bilbo Beutlin als Livekonzert mit symphonischem Orchester, Chor und dem Tolkien-Ensemble nach
St. Blasien. Bei „Der Herr der Ringe & Der Hobbit – Das Konzert“ ertönen vor der historischen und imposanten Kulisse des Doms die bedrohlichen Klänge Mordors, der schrille Angriff der schwarzen Reiter, aber auch die wunderschönen lyrischen Melodien der Elben.

Mit Hilfe von Filmeinspielungen werden fast 100 Mitwirkende den Domplatz vor der imposanten Kulisse des Domes in einen musikalischen Schauplatz Mittelerdes verwandeln. Als Erzähler und Sänger ist Billy Boyd dabei, der in „Der Herr der Ringe-Trilogie“ den Hobbit Pippin spielte und neben der Schauspielerei als Sänger, Musiker und Komponist arbeitet. Neben der mit drei Oscars ausgezeichneten Filmmusik von Howard Shore werden vom Soundtrack die Welterfolge von Annie Lennox, Enya und Ed Sheeran zu hören sein, zudem ein Beitrag von Saruman-Darsteller und Hollywoodlegende Sir Christopher Lee.

Sonderausstellung

Im Kreismuseum St. Blasien wird neben der Dauerausstellung ab Mitte des Monats eine Sonderausstellung zum Thema Demenz mit Arbeiten des Cartoonisten Peter Gaymann zu sehen sein.

Wer Angehörige mit der Erkrankung Demenz betreut, erlebt viele Situationen, die Angst machen und ein Gefühl von Traurigkeit hinterlassen.

Doch ganz unverhofft wird man auch mit Begebenheiten konfrontiert, die ein herzhaftes Schmunzeln auf die Lippen zaubern können und voller Liebe sind. Genau diese Situationen macht der bundesweit bekannte Künstler und Cartoonist Peter Gaymann immer wieder zum Thema seiner „Demensch“-Arbeiten. Peter Gaymanns Cartoons sind vielen bekannt. Sie erscheinen in namhaften Zeitschriften, Zeitungen, auf Postkarten oder in Büchern (darunter Kochbücher). Eines seiner Projekte sind die Demensch-Kalender, die er in Kooperation mit Professor Thomas Klie (Freiburg) seit Jahren herausgibt. Seine Bekanntheit verdankt der gebürtige Freiburger Gaymann hauptsächlich seinen Hühnerillustrationen, sowie der in der Frauenzeitschrift Brigitte publizierten Reihe „Die Paar Probleme“. Aus einer Herzensangelegenheit – dem ersten Demensch-Kalender für 2013 – ist eine bis heute andauernde Erfolgsstory geworden. Mit humoristischem Auge beleuchten seine Cartoons ein Thema, das auf den ersten Blick gar nicht humorvoll anmutet. Peter Gaymann blickt auf behutsame Art und Weise auf die von Demenz betroffenen Menschen, ohne sie jemals bloß zu stellen. Alle seine Motive stammen aus alltäglichen Situationen, in denen sich der ein oder andere Betrachter wiederfinden mag. Einige Illustrationen sind garniert mit einer Prise sozialkritischer Brisanz. Und ausnahmslos alle machen Mut. Mut zu einer Betrachtungsweise, die den Fokus über das Leidvolle der Diagnose Demenz erhebt, die etwas liebevoll Positives im Negativen sieht. Eine Zusammenstellung zwölf seiner Werke in großformatigen Drucken können ab Mitte August in einer Sonderausstellung im Kreismuseum in St. Blasien besichtigt werden.

  • Öffnungszeiten: Die Schau im Haus des Gastes in St. Blasien ist in Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt und dem Pflegestützpunkt des Landkreises Waldshut entstanden und ist bis zum 2. November zu sehen. Das Museum ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.