Drei Aufträge zur Beseitigung der Hochwasserschäden vom Januar 2018 vergab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Hans-Jörg Meier von der Firma Hunziker Betatech erläuterte dem Gremium seine jeweiligen Empfehlungen. Er habe, so erklärte er, die Gewerke strategisch aufgeteilt, da für die Arbeiten drei unterschiedliche Spezialisten benötigt werden. Die Arbeiten werden jeweils mit 50 Prozent bezuschusst, erklärte er weiter. Erster Punkt auf der Liste war der Neubau einer Furt im Oberen Großbach. Dort, so rief Meier noch einmal in Erinnerung, hatte eine Mure im Januar 2018 den Durchlass der Brücke am Schwarzbergweg versperrt. Da die Brücke insgesamt nur 80 Zentimeter hoch ist, soll sie durch eine Furt ersetzt werden. Meier erläuterte, dass sich an der Auschreibung drei Firmen beteiligt haben und empfahl die Vergabe an die Firma Fischer aus Bonndorf, die mit Gesamtkosten von rund 68 400 Euro das günstigste Angebot gemacht hatte. Die Differenz zwischen der ursprünglichen Kostenschätzung von rund 130 000 Euro und den Angeboten erklärte er mit einer Verschiebung von Arbeiten in ein einen anderen Teil des Projektes.

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Der nötige Neubau einer Wasserleitung und auch die Verlegung von Breitbandkabeln seien nun in der Ausschreibung „Sanierung Schwarzbergweg“ enthalten. Die Preise passten, der Termin sei bestätigt, die Arbeiten könnten beginnen, sagte Meier. Der Gemeinderat stimmte geschlossen zu. Manfred Leber wollte allerdings noch wissen, wie künftig Wanderer den Bach an dieser Stelle überqueren können. Hans-Jörg Meier erklärte, das bei niedrigem Wasser die Furt, bei höherem Wasser Gehsteine genutzt werden könnten. Es sei allerdings auch vorgesehen, noch einen kleinen Fußgängersteg zu installieren. Dieser sei allerdings nicht in der aktuellen Ausschreibung enthalten, hier gehe es nur um die Tiefbauarbeiten.

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Ebenfalls einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag, ein Murgangschutzsystem zu installieren, an die Firma Sachtleben aus Wolfach. Sie hatte von den vier Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt hatten, mit rund 129 400 Euro das günstigste Angebot abgegeben. „Fast eine Punktlandung“, wie Meier sagte, die Kostenschätzung hatte bei rund 139 000 Euro gelegen. Zudem habe man mit der Firma bei der Sanierung des Kletterfelsens in St. Blasien schon gute Erfahrungen gemacht. Das Schutzsystem soll künftig verhindern, dass wieder Geröllmassen vom Hang oberhalb der Bebauung im Großbach abgehen und Gebäude schwer beschädigen, wie es im Januar 2018 geschehen ist.

Sanierung Schwarzbergweg

Den dicksten Brocken der Arbeiten vergab der Gemeinderat ebenfalls einstimmig an die Firma Stoll aus Todtmoos. Sie wird die Vollsanierung des Schwarzbergwegs übernehmen, der durch die Geröllmassen schwer beschädigt worden war. Mit Gesamtkosten von rund 251 120 Euro hatte die Firma das günstigste der drei Angebote abgegeben. Die Differenz zur Kostenschätzung von 233 000 entstand, wie Hans-Jörg Meier schon eingangs erklärt hatte, durch eine Verschiebung von Arbeiten zwischen den drei Ausschreibungen. Der Neubau der zerstörten Wasserleitung im Schwarzbergweg und weiterer Versorgungsleitungen durch die neue Furt ist nun in dieser Vergabe enthalten. Die Kosten seien dadurch innerhalb des Gesamtkostenvoranschlages gedeckt.