40 Engel haben die Ibacher Landfrauen für die Senioren bei Marion Behringer bestellt und jedem Besucher des Seniorennachmittags einen mit auf den Teller gelegt.„Engel für Afrika“, ein als Hilfe zur Selbsthilfe organisiertes Frauenprojekt in Tiwi, im Großraum Mombasa in Kenia, wurde 2002 im Zuge einer Privatinitiative ins Leben gerufen. Als Marion Behringer gemeinsam mit ihrer Schwester vor einigen Jahren Kenia bereiste, lernte sie dieses Projekt kennen und begeisterte sich dafür. Seither geht sie mit den Engeln auf Reisen, um durch deren Erlös den Frauen, die sie gehäkelt haben, und letztlich damit ihren Familien eine Existenzgrundlage zu schaffen. Beim Seniorenadvent in Ibach stellte sie das Projekt kurz vor.

69 Frauen häkeln Engel

Das Projekt hatte damit begonnen, dass eine kenianische Mutter im Sommer 2001 eine in Tiwi lebende deutsche Familie um finanzielle Hilfe für die Operation ihres sechsjährigen Sohnes bat und sich dafür mit selbstgemachtem Christbaumschmuck bedanken wollte. Inzwischen häkeln 69 Frauen ganzjährig Engel, Herzen und Schmetterlinge. Die damals um Hilfe angefragte Christine Rottland sorgt mit ihrem Verein „Asante e.V.“ für den Vertrieb. Drei Monate etwa brauchen Neulinge, bis ihre kleinen Kunstwerke so aussehen, dass sie erstmals in den Verkauf gehen können, erzählt Marion Behringer. Der Erlös fließt unter anderem in die Schulspeisung ihrer Kinder.

Großes Interesse an Ausführungen

Mit großem Interesse lauschten die Ibacher Senioren den mit Fotos begleiteten Ausführungen von Marion Behringer. Zuvor hatte die Vorsitzende der Landfrauen, Christina Müller, die Anwesenden mit einem Adventsgedicht von Theodor Fontane begrüßt, und auch Bürgermeister Helmut Kaiser hieß die Senioren mit einem Gedicht willkommen. Bei Kaffee, Kuchen und Gebäck saßen alle gemütlich beisammen, ein Gitarrentrio stimmte gemeinsam mit den Senioren vorweihnachtliche Lieder an, und lebhaft wurde es beim anschließenden Wichteln, das allen großen Spaß bereitete.