Was befürchtet wurde, ist nun eingetroffen: Weil die Erzieherin im Kindergarten Menzenschwand erkrankt ist, musste die Einrichtung am Dienstag geschlossen bleiben. Es sei nicht von einer längeren Krankheit auszugehen, so Bürgermeister Adrian Probst.

Nachricht kommt per WhatsApp

Die Nachricht der Erzieherin kam um 6.30 Uhr, erzählt Melanie Mainzer, die selbst Mutter eines Kindergartenkindes ist. Über die WhatsApp-Gruppe der Kindergarteneltern sei die Nachricht dann gleich weitergegeben worden. Und insgesamt habe man Glück im Unglück gehabt, dass alle Eltern die Betreuung ihrer Kinder regeln konnten – beispielsweise sie selbst und eine weitere Mutter, die im Schichtdienst arbeiten, haben an diesem Vormittag gerade frei. „Die Eltern verstehen die Situation“, sagt Mainzer. Und es sei niemandem geholfen, wenn man sich krank zur Arbeit schleppe.

Eltern betreuen Kinder daheim

„Ich bin zu Hause und kann meine Kinder natürlich betreuen“, sagt Birgit Kaiser. Im Notfall könne sie dann auch mal die Kinder anderer berufstätiger Eltern, die keine Notlösung haben, zu sich nehmen – wenige Tage könne man in der Regel irgendwie überbrücken. Er und seine Frau seien beide berufstätig, berichtete ein Vater eines Menzenschwander Kindergartenkindes.

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Er arbeite Vollzeit und konnte am Dienstag glücklicherweise zu Hause sein, seine Frau, teilzeitbeschäftigt, werde in den kommenden Tagen Überstunden abfeiern. Immer wieder sei auch die Großmutter verfügbar, die aber selbst noch berufstätig ist. „Wir haben glücklicherweise verständnisvolle Chefs“, sagt der Vater, immer könne man aber nicht frei bekommen. Er sehe, wie die anderen Eltern auch, die Schwierigkeit: Erzieherinnen sind kaum zu finden, die offene Stelle im Kindergarten konnte noch nicht besetzt werden. Gerade in dieser Situation, leiste die Erzieherin, die derzeit von Helferinnen unterstützt wird, großartige Arbeit, betont auch Melanie Mainzer.

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„Eine Notlösung wäre wichtig“, sagt der Vater, wohlwissend, dass es nicht leicht sei, eine zu finden. „Vielleicht hat ja jemand eine Idee“, wie solche Tage, wenn die Großeltern nicht zur Verfügung stehen und der Arbeitsplatz nicht unbesetzt bleiben kann, überbrückt werden könnten, sagt Melanie Mainzer.