Wird es ernst in den Gebäuden der Staatsbrauerei Rothaus oder dem nebenan liegenden Brauereigasthof, dann ist die Werkfeuerwehr Rothaus als erste im Einsatz. Er könne auf die Mannschaft zählen, dies sei beruhigend, erläutert Kommandant Konrad Kaltenbacher im Gespräch mit einem Lächeln auf den Lippen.

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Seit nunmehr 21 Jahren ist Konrad Kaltenbacher Kommandant der Werkfeuerwehr der Staatsbrauerei, kennt Gebäude und Einrichtungen wie aus der Westentasche. Die Sicherheit des historischen Gebäudekomplexes werde im Ernstfall durch die Feuerwehrleute gewährleistet, die im Schichtbetrieb der Brauerei arbeiten und jeder im normalen Arbeitsleben seinen Teil zur Produktion des Rothausbieres beiträgt.

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Bei einer internen Alarmierung durch die Brandmeldeanlage, die aus rund 1000 automatischen Meldern besteht, sei eine schlagkräftige Mannschaft aus dem Schichtbetrieb innerhalb von zwei Minuten im Gerätehaus, in dem die Einsatzfahrzeuge stehen. Diejenigen die frei haben, werden ebenfalls alarmiert und rücken nach. Spätestens drei Minuten nach einer Alarmierung muss eine Einschätzung des Gefahrenpotentials gegeben sein, erläutert Konrad Kaltenbacher. Danach werde die Einsatzleitstelle Waldshut alarmiert. Bei einem Einsatz im Gasthof werde auch noch die Feuerwehr Grafenhausen alarmiert.

Zehn bis 15 Alarmierungen

Zehn bis 15 Alarmierungen jährlich arbeite die Werkfeuerwehr Rothaus ab, rechnet Konrad Kaltenbacher vor. Konkrete Einsätze seien es durchschnittlich bis zu zwei pro Jahr, die anderen Alarme seien Fehlalarme oder kleinere, weniger bedeutende Störungen.

168 Werkfeuerwehren mit 6212 Aktiven

Die Ausbildung der Werkfeuerwehr sei auf dem gleichen Level anzusiedeln wie die Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehren, erläutert Konrad Kaltenbacher weiter. Verbindungen pflegt die Werkfeuerwehr Rothaus (Bezirk 1 Südbaden) zur Arbeitsgemeinschaft der Werkfeuerwehren Baden-Württemberg (AGWF). Über die AGWF finde für die Werkfeuerwehr Rothaus die persönliche Grundausbildung (14 Tage) statt, die in einer Freiwilligen Feuerwehr in 70 Stunden dauere. Die Werkfeuerwehr wird in den Aufgaben Sprechfunk, Atemschutzgeräteträger und in Fragen der Grundausbildung geschult. Baden-Württembergweit waren 2018 insgesamt 168 Werkfeuerwehren mit 6212 Aktiven, davon ein Fünftel hauptamtlich, registriert.

Probe einmal monatlich

Geübt wird auf dem Brauereigelände montags einmal monatlich. Chemieschutzübungen finden mindestens einmal jährlich statt. Darüber hinaus gebe es Einweisungen und Unterweisungen in Schutzausrüstung und Einsatzmaterial. Der Probenbesuch sei recht gut, resümiert Konrad Kaltenbacher den Jahresverlauf. Persönliche Ausrüstung und Fahrzeuge der Werkfeuerwehr werde durch den Staatsbetrieb finanziert, so Konrad Kaltenbacher.