Nach einer langen Entwurfs- und Planungsphase nimmt der Neubau der Bergrettungswache der Menzenschwander Bergwacht nun auch konkret Gestalt an. Nun erfolgte mit dem Spatenstich ein weiterer Schritt zur Erfüllung eines langgehegten Traums der Ortsgruppe. Die Fertigstellung und Einweihung der Rettungswache ist für September 2020 geplant.

Groß war das Interesse am Spatenstich der Rettungswache. Neben Vertretern aus Politik, der Bergwacht – die meisten Nachbarortsgruppen waren vor Ort – , des Badischen Roten Kreuzes und der am Bau beteiligten Unternehmen hatten sich auch zahlreiche Menzenschwander eingefunden und so Interesse an „ihrer“ Bergwacht bekundet. Als großartigen Tag bezeichnete der Vorsitzende der Ortsgruppe, Peter Böhler, den Tag des Spatenstichs. Mit dem Bau der Rettungswache, die nicht nur Platz für Material und Fahrzeuge biete, sondern auch ein Platz der Begegnung sei, gehe ein langgehegter Wunsch der Ortsgruppe in Erfüllung.

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Stephan Wiesler, stellvertretender Landesvorsitzender der Bergwacht Schwarzwald, erklärte, mehr denn je werde ein kompetenter und moderner Berg-Rettungsdienst gerade im unwegsamen Gelände des Schwarzwaldes benötigt. Die Bewilligung von Mitteln für den Neubau einer Bergrettungswache in Menzenschwand durch das Land unterstreiche die vom Innenministerium erkannte Notwendigkeit für eine funktionierende Infrastruktur des Bergrettungsdienstes im Schwarzwald, fuhr er fort. Der Dank des stellvertretenden Landesvorsitzenden galt der Stadt St. Blasien für die finanzielle Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro, aber auch für die Bereitstellung des Grundstücks und die Erweiterungsmöglichkeit der bestehenden Pistenbullygarage. Als „ganz, ganz großen Meilenstein“ bezeichnete Adrian Probst in seiner Eigenschaft als Bürgermeister (er ist auch Landesvorsitzender der Bergwacht) den Bau der Rettungswache. Es brauche viel Mut, ein derartiges Projekt anzugehen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Finanzierung, lobte der Rathauschef die Ortsgruppe.

Lob für das Ehrenamt

Seine Anwesenheit symbolisiere die Bedeutung, die er der Arbeit der Bergwacht beimesse, sagte Landrat Martin Kistler. Das Ehrenamt habe im Landkreis Waldshut einen großen Stellenwert, fuhr er fort und hob die besonderen Aufgaben der Bergwachtkameraden hervor, die, wie er sagte, Gefahren auf sich nähmen, um anderen zu helfen. Der Landrat zeigte sich außerdem erfreut, dass die Rettungswache nicht in „uniformierter Bauweise“, wie er es nannte, sondern im schwarzwaldtypischen Stil gebaut werde.

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Ortsvorsteher Joachim Gfrörer erinnerte daran, dass immer wieder Prüfungen für mögliche Standorte erfolgt seien, ohne dass ein „Knopf drauf“ gemacht worden sei. Im April 2017 sei dann ein Gespräch vor Ort mit einem Ministerialdirigenten die Initialzündung für das Projekt gewesen, dem viele Gespräche gefolgt seien. Sein Dank galt den Bergwachtkameraden, die 365 Tage im Jahr wichtige Arbeit leisteten, ein „Allroundjob“, wie der Menzenschwander Ortsvorsteher sagte.

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Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte der Bergwacht-Ortsvorsitzende Peter Böhler, dass der Anbau an die Pistenbullygarage für das Bergwachtfahrzeug noch vor dem Winter fertiggestellt werden solle. Im März des kommenden Jahres soll damit begonnen werden, das Holzgebäude auf die Pistenbullygarage aufzusetzen. Man hoffe, die Rettungswache im September 2020 fertigstellen und einweihen zu können, so Böhler.