St. Blasien – Die Stadtverwaltung will digitaler werden. Abläufe sollen dadurch effektiver und der Papierverbrauch verringert werden. Wie die Digitalisierung umgesetzt wird, erläuterten Ann-Kathrin Gutmann und Dominik Fleischmann in der öffentlichen Sitzung am Dienstag.

Sitzungsprotokolle aus dem Internet

Die Homepage der Stadt solle zur zentralen Plattform werden und den Bürgern Informationen und Service bieten, sagte Ann-Kathrin Gutmann in der Ratssitzung. Ein Unternehmen hat die neue Internetpräsenz für die Stadt entwickelt, sie selbst hatte seit dem Frühsommer Inhalte der bisherigen Homepage überarbeitet und übertragen.

Joachim Gfrörer studiert eine ausgedruckte Beschlussvorlage. In Zukunft soll der Gemeinderat mit digitalen Dokumenten arbeiten.
Joachim Gfrörer studiert eine ausgedruckte Beschlussvorlage. In Zukunft soll der Gemeinderat mit digitalen Dokumenten arbeiten. | Bild: Sebastian Barthmes

Genutzt werden solle die Seite beispielsweise für kurzfristige Informationen und Veranstaltungshinweise. Bürger finden dort aber auch Leitfäden: Was ist im Trauerfall zu tun, welche Schritte sind vor einer Trauung zu erledigen? Auch Formulare könne man sich herunterladen, erläuterte Gutmann.

Neben den Sitzungsterminen des Gemeinderates sind auch die Protokolle sowie das Amtsblatt abrufbar. Manchen Gang zum Rathaus werde man sich in Zukunft durch einen Blick auf die Homepage der Stadt ersparen können.

Infosystem für Gemeinderäte

Die neue Homepage sei gelungen, sagte Frank Defrenne. Er finde es auch gut, dass die bisher vorgeschaltete Seite, auf der man sich für die städtische Homepage oder die Tourismusseite entscheiden konnte, weggefallen ist.

Ab Januar werden die Gemeinderäte über die Homepage auch Zugriff auf das Ratsinformationssystem erhalten, sagte Ann-Kathrin Gutmann. Welche Schritte darüber hinaus die Digitalisierung voranbringen sollen, zeigte Dominik Fleischmann auf, der im Rathaus für die EDV zuständig ist. Ziel sei es, die Arbeitsabläufe effektiver und einfacher werden zu lassen.

Wichtige Dokumente digital

Außerdem solle auch Wissen gesichert werden: Im System hinterlegte Akten könnten schneller ausgetauscht und nicht verloren gehen. In Zukunft werde auch ein Telefonmodul eingebunden. Ruft dann ein Bürger an, erkennt ihn das System anhand der Telefonnummer und ruft automatisch in betreffende aktuelle Dokumente auf, erläuterte Fleischmann.

Auch Technik, beispielsweise einen neuen Server werde die Stadt anschaffen. Bestellt sind auch Tablets für die Gemeinderäte. Die sollen demnächst geliefert werden, informierte Fleischmann. In diesem Jahr hatte die Stadtverwaltung damit begonnen, alte Computer auszutauschen, denn „da waren wir auf einem etwas älteren Stand“, wie Fleischmann in der Ratssitzung sagte. Jede Abteilung der Stadtverwaltung erhält auch einen Scanner, damit alle Dokumente schnell erfasst und digital zur Verfügung gestellt werden können.