Zahlreiche Gratulanten waren gekommen, um der Geißentäler Narrenzunft in Rahmen des Zunftmeisterempfangs ihre Glückwünsche zum Jubiläum „55 plus 1“ zu überbringen. Narrenvogt Axel Pitschuch ehrte drei Menzenschwander Narren für ihr langjähriges Engagement, Lothar Spitz erhielt gar den Orden „E' halb's Lebe“.

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„Was ihr auf die Beine gestellt habt, ist vom Feinsten“: Narrenvogt Axel Pitschuch fand lobende Worte für das Jubiläum der Geißentäler Narrenzunft. Die Geißen seien aus der Vereinigung Oberrheinischer Narrenzünfte nicht mehr wegzudenken, fuhr er fort. Pitschuch hatte die Ehre, verdiente Menzenschwander Narren für ihr langjähriges Engagement auszuzeichnen, insgesamt 110 Jahre kamen zusammen.

Mit Überredungskomitee zum Vorsitzenden

Aus der Fasnachtshochburg Rottweil war Martin Halder der Liebe wegen nach Menzenschwand gekommen und ist nun schon seit 33 Jahren bei den Geißen aktiv. Er ließ sich 1997 überreden, das Amt des Zunftmeisters zu übernehmen. Aber: Nach seiner Zusage traute er sich nicht mehr nach Hause, um seiner Ehefrau sein neues Amt zu beichten. Und so begleitete ihn das „Überredungskomitee“ nach Hause und leistet ihm bei der Beichte Schützenhilfe, wusste der Narrenvogt schmunzelnd zu berichten.

Verbandsorden in Gold

Und noch etwas: Halder ist der Mann, der bestens darüber Bescheid weiß, was sich nächstens in Menzenschwand so alles ereignet, in seiner Funktion als Nachtwächter berichtete er beim Zunftabend über die nächtlichen Vorkommnisse. Halder erhielt ebenso wie Peter Manns (ebenfalls 33 Jahre) den Verbandsorden in Gold. Manns sei ein Urgestein der Menzenschwander Fasnet, so Pitschuch, von 1979 bis 1983 und von 2006 bis 2009 Zunftmeister, seit 2013 Ehrenmitglied der Zunft.

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Eine nicht alltägliche Ehrung wurde Lothar Spitz zuteil, obwohl in Neustadt wohnend, seit 44 Jahren ein Menzenschwander Narr. Er erhielt den selten vergebenen Orden „E halb's Leben“. Es galt, den, wie es in der Verleihungsurkunde heißt, „allseits ehrsamen und von der närrischen Lebenssonne verwöhnten Namens seines Geschlechtes bekannten Lothar Spitz zu ehren und in den Stand der Ordensträger zu erheben“. Lange Jahre war Spitz Chef der Hästräger und darf sich seit 2009 Ehrenzunftrat nennen. Aber wo viel Lob ist, ist auch Tadel nicht fern: Als Markenzeichen trage der Geehrte Turnschuhe zum Häs, stellte den Narrenvogt halb tadelnd, halb schmunzelnd fest.